Pallade Veneta - Nach Drohnensichtungen am Flughafen München: Dobrindt will mehr Geld für Abwehr

Nach Drohnensichtungen am Flughafen München: Dobrindt will mehr Geld für Abwehr


Nach Drohnensichtungen am Flughafen München: Dobrindt will mehr Geld für Abwehr
Nach Drohnensichtungen am Flughafen München: Dobrindt will mehr Geld für Abwehr / Foto: Michaela STACHE - AFP/Archiv

Nach Drohnensichtungen am Flughafen München fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mehr Geld für die Drohnenabwehr. "Wir brauchen jetzt mehr Finanzierung, Förderung und Forschung", sagte Dobrindt am Freitag der "Bild"-Zeitung. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich in der Zeitung für den sofortigen Abschuss von Drohnen aus.

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Am Münchner Flughafen war der Betrieb am Donnerstagabend erst eingeschränkt und dann eingestellt worden, weil Drohnen im Umfeld und über dem Flughafen gesichtet worden waren. Seit 05.00 Uhr am Freitagmorgen läuft der Flugbetrieb nach Angaben des Airports wieder regulär.

Ein Sprecher der Bundespolizei sagte der Nachrichtenagentur AFP, trotz "umfangreicher Fahndungsmaßnahmen" habe kein Verursacher identifiziert werden können. Das Gelände sei aus der Luft abgesucht worden, es habe jedoch nichts festgestellt werden können. Die Drohnenart war zunächst nicht bekannt. Auch war nicht klar, ob es sich um eine oder mehrere Drohnen handelte.

Zuletzt hatten zahlreichen Überflüge von Drohnen unbekannter Herkunft über dänischen Flughäfen und Militäreinrichtungen für Aufsehen gesorgt. Auch über Schleswig-Holstein wurden vergangene Woche mutmaßliche Drohnen gesichtet, auch über kritischer Infrastruktur und militärischen Einrichtungen.

Dobrindt sprach vor einigen Tagen vor einer gestiegenen Gefahr für die Sicherheit in Deutschland und kündigte den Aufbau eines neuen Drohnenabwehrzentrums an. Zur Bekämpfung der Drohnen soll nach seinen Plänen bald auch die Bundeswehr eingesetzt werden dürfen. Nun sagte er der "Bild", die Drohnensichtungen über München seien "ein weiterer Weckruf". Der Wettlauf "zwischen Drohnen-Bedrohung und Drohnen-Abwehr wird immer härter".

CSU-Chef Söder hatte für Bayern bereits ein eigenes Drohnenabwehrgesetz angekündigt, das er in Abstimmung mit dem Bund plane. Am Dienstag solle es im Ministerrat behandelt werden, sagte er der "Bild". "Ab jetzt muss gelten: abschießen statt abwarten - und zwar konsequent."

Am Donnerstagabend konnten 17 Flüge nicht mehr in München starten, knapp 3000 Passagiere waren nach Angaben des Flughafens betroffen. 15 ankommende Flüge wurden nach Stuttgart, Nürnberg, Wien und Frankfurt umgeleitet. Die Passagiere seien umgebucht worden, die Flüge würden am Freitag nachgeholt, teilte der Flughafen mit.

F.Dodaro--PV

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