Pallade Veneta - Stromausfälle nach massiven russischen Angriffen in der Ukraine

Stromausfälle nach massiven russischen Angriffen in der Ukraine


Stromausfälle nach massiven russischen Angriffen in der Ukraine
Stromausfälle nach massiven russischen Angriffen in der Ukraine / Foto: Genya SAVILOV - AFP

In der Ukraine haben erneute massive russische Angriffe auf das Energienetz des Landes zu erheblichen Stromausfällen geführt. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko sprach am Freitag von einem der bisher "größten konzentrierten Angriffe auf Energieanlagen". Der ukrainischen Luftwaffe zufolge griff Russland mit 465 Drohnen und 32 Raketen an. 405 Drohnen und 15 Raketen konnten demnach abgewehrt werden. Bei einem Angriff in der Region Saporischschja wurde nach Angaben der Militärverwaltung ein Siebenjähriger getötet.

Textgröße ändern:

In neun Regionen im Osten und Zentrum des Landes gab es Stromausfälle, wie das ukrainische Energieministerium mitteilte. Tausende Menschen waren betroffen. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge war der Osten der Hauptstadt ohne Strom. Zudem gebe es Probleme mit der Wasserversorgung.

Die Reparatur der Energieanlagen laufe, erklärte das Energieministerium weiter. Die Behörden schränkten den Verbrauch in mehreren Regionen ein, um eine Überlastung des Netzes zu vermeiden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Angriffe im Onlinedienst X als "zynischen und kalkulierte Attacken". Er forderte weitere Maßnahmen gegen Russland: "Was es jetzt braucht, ist nicht Kosmetik, sondern entschiedenes Handeln - von den USA, Europa und den G7 - in Form von Lieferungen von Luftabwehrsystemen und härteren Sanktionen", erklärte Selenskyj.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die "massiven nächtlichen Angriffen" seien auf Energieinfrastruktur gerichtet gewesen, "die den Betrieb des militärisch-industriellen Komplexes" der Ukraine am Laufen halte.

Der getötete Junge in Saporischschja sei bei dem Angriff zunächst verletzt worden und dann im Krankenhaus gestorben, wie der Chef der Militärverwaltung der südostukrainischen Region, Iwan Federow, mitteilte. Landesweit wurden nach Angaben der ukrainischen Polizei 33 Menschen verletzt.

Russland nimmt seit dem Beginn seines Angriffskrieges im Nachbarland im Februar 2022 mit seinen anhaltenden Drohnen- und Raketenangriffen insbesondere die ukrainische Energieinfrastruktur unter Beschuss.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Private Altersvorsorge: Bundesrat macht Weg für Ablösung der Riester-Rente frei

Die Riester-Rente galt wegen hoher Verwaltungskosten und geringer Renditen als unattraktiv - jetzt wird sie von einer neuen privaten Altersvorsorge abgelöst. Der Bundesrat machte am Freitag den Weg frei für das staatlich geförderte Vorsorgemodell. Es soll als weitere Säule neben der gesetzlichen Rentenversicherung mehr Menschen ermuntern, privat Geld fürs Alter zurückzulegen.

Neue gegenseitige Angriffe der USA und des Iran dämpfen Hoffnung auf Kriegsende

Neue gegenseitige Angriffe der USA und des Iran in der Golfregion haben die Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende gedämpft. Das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (Centcom) erklärte, der Iran habe drei US-Kriegsschiffe angegriffen. Das iranische Militär warf den USA wiederum vor, zivile Gebiete attackiert zu haben. US-Präsident Donald Trump sah die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran trotz der neuen Angriffe in Kraft. Die USA warteten derweil weiter auf eine Reaktion des Iran auf ihren Verhandlungsvorschlag.

Vor Weltkriegsgedenken in Moskau: Russland und Ukraine überziehen sich mit neuen Angriffen

Einen Tag vor der Gedenkfeier zum Weltkriegsende in Moskau haben sich Russland und die Ukraine trotz einer von Russland verkündeten Feuerpause gegenseitig mit Angriffen überzogen. Russland habe "nicht einmal einen symbolischen Versuch unternommen, eine Waffenruhe an der Front einzuhalten", erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag. Kiew und Moskau meldeten Drohnenangriffe der jeweils anderen Seite in der Nacht. Russland hatte anlässlich der Militärparade am Samstag in Moskau einseitig eine zweitägige Waffenruhe ausgerufen.

Koalition im freien Umfrage-Fall - Kanzler Merz historisch schlecht bewertet

Historisch schlechte Werte für den Kanzler, neue Tiefstände bei der Zufriedenheit mit der Bundesregierung und eine AfD im Aufwind: Ein Jahr nach ihrem Amtsantritt bekommt die schwarz-rote Koalition in Umfragen ein katastrophales Zeugnis ausgestellt. In neuen Erhebungen für ARD und ZDF stehen die Regierung und ihr Kanzler jeweils deutlich schlechter da als die vorherige Ampel-Koalition nach ihrem ersten Jahr im Amt. In der Sonntagsfrage des ARD-"Deutschlandtrends" liegt die AfD erstmals vorn.

Textgröße ändern: