Pallade Veneta - Sachsen-Anhalt probt Vier-Tage-Woche an einigen Schulen

Sachsen-Anhalt probt Vier-Tage-Woche an einigen Schulen


Sachsen-Anhalt probt Vier-Tage-Woche an einigen Schulen
Sachsen-Anhalt probt Vier-Tage-Woche an einigen Schulen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Sachsen-Anhalt probt an einigen Schulen die Vier-Tage-Woche. Das Projekt 4+1 sei ein Modellprojekt zu Unterrichtsorganisation an Schulen, das auf einen Beschluss des Landtags zurückgehe, erklärte das Landesbildungsministerium am Freitag in Magdeburg. Am Modellprojekt nehmen demnach zunächst zwölf Schulen teil. Die Teilnahme sei freiwillig und zunächst auf das kommende Schuljahr begrenzt.

Textgröße ändern:

Dem Ministerium zufolge soll Schulen damit "im Rahmen ihrer jeweiligen Bedingungen mehr Flexibilität bei der Unterrichtsplanung und -durchführung gegeben werden". An vier Tagen in der Woche findet danach Präsenzunterricht statt, am fünften Tag können die Schulen zum Beispiel digitale oder hybride Formate anbieten. "Auch Phasen des selbst organisierten Lernens oder Besuche in Firmen oder Unternehmen, um den Schülerinnen und Schülern vor Ort Praxiswissen zu vermitteln, sind möglich", erklärte das Ministerium.

Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) sagte dem "Spiegel", der unter anderem zuerst darüber berichtete, das Modellprojekt verstehe sich "explizit nicht als Instrument gegen den Lehrkräftemangel". Tatsächlich leiden viele Schulen in dem Bundesland unter Lehrermangel.

Die Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt nannte die Vier-Tage-Woche einen "Ausdruck der Hilflosigkeit und mangelnden Ideen" gegen den Lehrkräftemangel im Land". Die Kinder und Jugendlichen ohne konkretes Bildungsangebot einfach zu Hause zu lassen, sei "keine Lösung", kritisierte Vizefraktionschef Thomas Lippmann. Die AfD sprach von einem "Staatsversagen im Bildungsbereich".

Der Verband Bildung und Erziehung bezeichnete das Projekt als "Bankrotterklärung des Landes Sachsen-Anhalt im Bildungsbereich". "Nach zwei Jahren Corona, in dem zum Teil sehr massiv auf die Schulpflicht und damit auch auf den Schulbesuch beharrt und verwiesen wurde, stellt dieses Modell die Glaubwürdigkeit von Lehrkräften und von Schulen sehr in Abrede", erklärte Sachsen-Anhalts Landesvorsitzender Torsten Wahl zu den Plänen.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Selenskyj: Ukraine muss an möglichem Treffen von Putin, Trump und Xi teilnehmen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der Ukraine seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Das sei "absolut klar".

Kurz vor Stichwahl in Brasilien: Lula fordert Annullierung von Bolsonaros Kandidatur

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien will Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva vor Gericht einen Ausschluss seines Herausforderers Flávio Bolsonaro erreichen. Lulas Wahlkampfteam werde vor dem Obersten Wahlgericht beantragen, dass Bolsonaros Kandidatur wegen mutmaßlicher Einflussnahme des US-Technologiekonzerns Meta zu seinen Gunsten annulliert wird, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus dem Umfeld des Präsidenten.

Nach massiven Ausschreitungen: Neue nächtliche Ausgangssperren in französischen Städten

Nach den landesweiten Gewaltausbrüchen am Wochenende in Frankreich sind die nächtlichen Ausgangssperren in Paris und mehreren anderen Städten verlängert worden. In Paris gelten die Einschränkungen von Dienstag 23.00 Uhr bis Mittwoch 06.00 Uhr rund um die Place de la République und für das Einkaufsviertel Les Halles, wie die Polizeipräfektur in der Hauptstadt mitteilte.

UNO verurteilt Gewalt bei Protesten in europäischen Städten

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat sich besorgt gezeigt angesichts der Gewalt in der Folge von Protesten in mehreren europäischen Städten. "Die großen Demonstrationen in Albanien, Belgien, Frankreich, Italien und Portugal sorgen für Beunruhigung bezüglich der Menschenrechte", erklärte Türk am Dienstag. "Ich verurteile alle Gewalttaten und rufe alle beteiligten Parteien auf, die Spannungen zu senken und jegliche neue Gewalt zu verhindern."

Textgröße ändern: