Pallade Veneta - Bundesregierung plant bessere Vergütung für Apotheken auf dem Land

Bundesregierung plant bessere Vergütung für Apotheken auf dem Land


Bundesregierung plant bessere Vergütung für Apotheken auf dem Land
Bundesregierung plant bessere Vergütung für Apotheken auf dem Land / Foto: STEFANIE LOOS - AFP/Archiv

Die Bundesregierung plant eine zusätzliche Vergütung für Apotheken in ländlichen Regionen, um dort einen Anreiz für Angebote zu schaffen. Dies ist ein Bestandteil des Referentenentwurfs für eine Apothekenreform, für den nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag die Ressortabstimmung eingeleitet wurde. Damit will die Regierung auch die Eigenverantwortung von Apotheken stärken.

Textgröße ändern:

Formal geht es um einen Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung sowie eine Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und der Arzneimittelpreisverordnung. Zur Stärkung ländlicher Apotheken soll in einem ersten Schritt die Nacht- und Notdienstpauschale deutlich angehoben werden, wie das Ministerium mitteilte.

Ermöglichen will die Regierung generell auch Zuschläge für sogenannte Teil-Notdienste zwischen 20.00 und 22.00 Uhr. Dafür soll ein Fünftel der Vergütung für einen Voll-Notdienst gezahlt werden. Anforderungen zur Gründung von Zweigapotheken sollen mit dem neuen Gesetz sinken. Rabatte für Apotheken durch den Großhandel sollen unter bestimmten Voraussetzungen wieder ermöglicht werden.

Als zusätzliche Dienstleistungen sollen Apotheken außerdem Präventionsleistungen etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes anbieten können. Bereits vorhandene Möglichkeiten zum Angebot von Impfungen will die Regierung ausweiten, ebenso für Schnelltests von bestimmten Erregern wie etwa Grippeviren.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis begrüßte die geplante Reform. Diese sei "ein wichtiger und überfälliger Schritt, um die wohnortnahe Arzneimittelversorgung in Deutschland dauerhaft zu sichern", erklärte er in Berlin. Neben den genannten Maßnahmen unterstützte er auch vorgesehene zusätzliche Spielräume für Verhandlungen über Apothekenhonorare.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Kritik an Spaniens Ex-Regierungschef nach rassistischen Äußerungen über Fußballer

Mit rassistischen Äußerungen hat der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich für Empörung gesorgt. Frankreich verfüge über einen "Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen", schrieb der Ex-Regierungschef von der konservativen Volkspartei (PP) am Wochenende in einem Gastbeitrag für das Onlinemedium El Debate.

Knesset: Parlamentswahlen in Israel finden am 27. Oktober statt

Die Parlamentswahlen in Israel finden am 27. Oktober statt. Dies teilte die Knesset am Sonntag in Jerusalem mit. Das aktuelle Parlament tagt am Freitag zum letzten Mal und hat damit zum ersten Mal seit Jahrzehnten bis zum Ende der regulären Legislaturperiode durchgehalten. Die Abstimmung im Oktober gilt als Test für den amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Trump-Verbündeter und Russland-Kritiker Lindsey Graham mit 71 Jahren gestorben

Der US-Senator Lindsey Graham, einflussreicher Verbündeter von US-Präsident Donald Trump und außenpolitischer Hardliner, ist tot. Der republikanische Politiker sei am Samstagabend (Ortszeit) mit 71 Jahren nach "kurzer und plötzlicher Krankheit" gestorben, teilte sein Büro mit. Trump äußerte seine Trauer, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj würdigten Graham als Verbündeten ihrer Länder.

Dreyfus-Gedenktag: Macron ruft zu "ständiger Wachsamkeit" gegen Antisemitismus auf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts des wieder zunehmenden Antisemitismus im Land zu "ständiger Wachsamkeit" aufgerufen. Anlässlich des ersten nationalen Gedenktages für den 1894 Jahren zu Unrecht verurteilten jüdischen Offiziers Alfred Dreyfus sagte Macron, "wir wissen, dass die alten Dämonen des Antisemitismus unser Land nie vollständig verlassen haben". Der Präsident rief zudem dazu auf, Franzosen zu ehren, die sich der "Nazi-Barbarei" entgegengestellt hätten.

Textgröße ändern: