Pallade Veneta - Steuerschätzung: SPD sieht Mehreinnahmen als Erfolg von Investitionspolitik

Steuerschätzung: SPD sieht Mehreinnahmen als Erfolg von Investitionspolitik


Steuerschätzung: SPD sieht Mehreinnahmen als Erfolg von Investitionspolitik
Steuerschätzung: SPD sieht Mehreinnahmen als Erfolg von Investitionspolitik / Foto: - - AFP/Archiv

Die SPD sieht die in der Steuerschätzung prognostizierten Mehreinnahmen für die öffentlichen Haushalte als Erfolg der Investitionspolitik der schwarz-roten Bundesregierung. "Das Ergebnis der Steuerschätzung ist sehr erfreulich, denn es zeigt: Die Maßnahmen der Koalition wirken", sagte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Thorsten Rudolph, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Der Investitionshaushalt, das Sondervermögen Infrastruktur und der Wachstumsbooster führen zu wirtschaftlichem Aufschwung in Deutschland."

Textgröße ändern:

Rudolph verwies aber trotz der absehbar steigenden Steuereinnahmen auf Löcher im Haushalt. "Die Mehreinnahmen verkleinern nur die erwarteten Haushaltslücken der nächsten Jahre. Es ergeben sich aber keine neuen finanziellen Spielräume", mahnte der SPD-Politiker. "Um den massiven Herausforderungen im Finanzplan begegnen zu können, braucht es daher weiterhin Strukturreformen, Konsolidierungsmaßnahmen sowie gemeinsame Kraftanstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen."

Die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Frauke Heiligenstadt, nannte das Ergebnis der Steuerschätzung "ein positives Signal für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land". Durch die "erfolgreiche Investitionspolitik" der Regierung entstehe Wirtschaftswachstum, was Arbeitsplätze erhalte und neue schaffe.

Heiligenstadt betonte, dass die Finanzierungslücke im Haushalt aber "nicht durch Einsparungen im Sozialstaat" geschlossen werden dürfe. "Das würde die Schwächsten unserer Gesellschaft treffen. Stattdessen geht es um mehr Steuergerechtigkeit: Also müssen wir Steuerschlupflöcher schließen, Steuerbetrug noch intensiver bekämpfen und Steuerumgehungsmöglichkeiten verhindern."

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte am Donnerstag das Ergebnis der Herbst-Steuerschätzung bekanntgegeben. Demnach können die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen bis 2029 mit Mehreinnahmen von 33,6 Milliarden Euro gegenüber der Schätzung aus dem Frühjahr rechnen.

Von dieser Steigerung profitieren allerdings ausschließlich Länder und Kommunen - beim Bund halten sich wegen einiger Steuersenkungen Mehr- und Mindereinnahmen im Vergleich zur Frühjahrsschätzung die Waage. Klingbeil rechnet zudem für die Jahre 2027 bis 2029 mit einem Finanzloch von rund 172 Milliarden Euro für den Bund.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Epstein-Skandal: US-Handelsminister Lutnick mit Rücktrittsforderungen konfrontiert

Im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben die oppositionellen Demokraten erneut den Rücktritt von Handelsminister Howard Lutnick gefordert. Lutnick sei ein "pathologischer Lügner" und mit für die "eklatanteste Vertuschung in der amerikanischen Geschichte" verantwortlich, erklärten Abgeordnete am Mittwoch nach einer nicht-öffentlichen Befragung des Ministers in einem Kongressausschuss.

Trump nennt Gespräche mit Iran "sehr gut" und droht bei Scheitern mit Bomben

US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich über die Verhandlungen mit dem Iran geäußert, zugleich aber mit neuen Angriffen gedroht. Trump sagte am Mittwoch im Weißen Haus, es habe mit Teheran "sehr gute Gespräche" gegeben. Kurz zuvor hatte er dem Iran mit Angriffen in "einer weitaus höheren Intensität" gedroht. Die USA setzten ihren gerade erst begonnenen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus derweil aus.

München soll Standort für Demokratieforschungszentrum werden

Die bayerische Landeshauptstadt München soll offenbar Standort für ein großes Demokratieforschungszentrum werden. Der Präsident der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), Matthias Tschöp, habe das Projekt auf einer Veranstaltung des Burda-Konzerns angekündigt, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" laut Mitteilung vom Mittwoch. Das Projekt entstehe aus der LMU heraus, unter anderem mit so bekannten Professoren wie Monika Schnitzer, der Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen, und dem Soziologen Armin Nassehi.

Trump droht Iran mit Bombardierungen falls Abkommen scheitert

Im Ringen um ein Friedensabkommen hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Bombardierungen gedroht, sollte eine womöglich bevorstehende Einigung scheitern. "Wenn sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardierungen, und zwar leider in einem weitaus größeren Umfang und mit einer weitaus höheren Intensität als vorher", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Iran erklärte indes, das Abkommen werde noch geprüft. Zuvor hatten die USA einen Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus vorläufig ausgesetzt - und dies mit Fortschritten bei den Verhandlungen begründet.

Textgröße ändern: