Pallade Veneta - Abriss von Ostflügel des Weißen Hauses für Trumps Ballsaal vollendet

Abriss von Ostflügel des Weißen Hauses für Trumps Ballsaal vollendet


Abriss von Ostflügel des Weißen Hauses für Trumps Ballsaal vollendet
Abriss von Ostflügel des Weißen Hauses für Trumps Ballsaal vollendet / Foto: Handout - 2025 Planet Labs PBC/AFP

Dem pompösen und umstrittenen Ballsaal steht wohl nichts mehr im Weg: Der von US-Präsident Donald Trump veranlasste Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses ist vollendet. Wo früher das Gebäude stand, ist auf Satellitenbildern vom Donnerstag, welche die Firma Planet Labs PBC mit der Nachrichtenagentur AFP teilte, nur noch eine Trümmerfläche zu sehen.

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Das Weiße Haus veröffentlichte unterdessen eine Liste privater Spender, die das Projekt finanzieren. Dem "Handelsblatt" zufolge zählt auch die US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile US, zu den Unterstützern.

Der vollständige Abriss war ein weiterreichender Eingriff als zunächst angekündigt und erfolgte quasi ohne Vorwarnung. Bei der Vorstellung des Projekts im Juli hatte Trump erklärt, der rund 8400 Quadratmeter große Ballsaal werde "das aktuelle Gebäude nicht beeinträchtigen". Der Neubau würde "in der Nähe" des Gebäudes errichtet werden, es "aber nicht berühren".

Nachdem in dieser Woche die Arbeiten begonnen hatten, sagte Trump jedoch am Mittwoch, er habe nach Rücksprache mit Architekten entschieden, dass ein vollständiger Abriss einem Teilabriss vorzuziehen sei.

Der neue Ballsaal mit einer Kapazität von 1000 Menschen sei notwendig, um Veranstaltungen auszurichten, die derzeit in Zelten auf dem Rasen des Weißen Hauses stattfinden, sagte der US-Präsident. Im Ostflügel befanden sich traditionell die Büros der First Lady. Der Präsident arbeitet im Westflügel.

Auch die veranschlagten Kosten des Projekts waren zuletzt gestiegen. Im Juli war noch von 200 Millionen Dollar (178 Millionen Euro) die Rede gewesen, bevor sie vor wenigen Tagen auf 250 Millionen Dollar stiegen. Inzwischen sprach Trump von 300 Millionen Dollar. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, dies sei die endgültige Summe. Die Steuerzahler werde das umstrittene Bauvorhaben jedoch nichts kosten, betonte Leavitt.

Der Ballsaal werde vollständig von privaten Spendern und von ihm selbst finanziert, erklärte Trump. Das Weiße Haus übermittelte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP eine Liste von Spendern, darunter sind Tech-Giganten wie Amazon, Apple und Google, aber auch der Rüstungskonzern Lockheed Martin.

Dem "Handelsblatt" zufolge unterstützt auch die US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile US, den umstrittenen Bau mit einer Geldspende. "Mit dieser Investition unterstützen wir die Modernisierung des Weißen Hauses", zitierte die Zeitung das Unternehmen. Die Spende sei eine "Ehre". Zu deren Höhe machte das Unternehmen dem Bericht zufolge keine Angaben.

Das Bauvorhaben an sich sowie dessen Kosten in Millionenhöhe wurde von den oppositionellen US-Demokraten sowie Stimmen aus der Zivilgesellschaft scharf kritisiert. Die Denkmalschutz-Organisation National Trust for Historic Preservation hatte sich besorgt geäußert und Trump aufgerufen, den Abriss zu unterbrechen.

Präsidentensprecherin Leavitt unterstellte den Kritikern in Onlinediensten "gespielte Empörung". Das bis zum Jahr 1800 errichtete Weiße Haus sei in den vergangenen 125 Jahren von Präsidenten immer wieder renoviert und umgebaut worden.

A.Saggese--PV

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