Pallade Veneta - China: USA sollten in Taiwan-Frage auf "Worte und Taten" achten

China: USA sollten in Taiwan-Frage auf "Worte und Taten" achten


China: USA sollten in Taiwan-Frage auf "Worte und Taten" achten
China: USA sollten in Taiwan-Frage auf "Worte und Taten" achten / Foto: Hasnoor Hussain - POOL/AFP

Bei einem Treffen der Verteidigungsminister Chinas und der USA hat Peking sich für einen Aufbau von "Vertrauen" ausgesprochen und von der US-Regierung zugleich verlangt, in der Taiwan-Frage auf ihre "Worte und Taten" zu achten. Verteidigungsminister Dong Jun habe seinem US-Kollegen Pete Hegseth bei dem Treffen am Rande des Asean-Gipfels in Malaysia am Freitag gesagt, dass die "Vereinigung beider Seiten der Taiwan-Straße eine unaufhaltsame historische Entwicklung ist", erklärte das chinesische Verteidigungsministerium.

Textgröße ändern:

"Die US-Seite sollte vorsichtig mit ihren Worten und Taten in der Taiwan-Frage sein und eine klare Haltung einnehmen und 'Taiwans Unabhängigkeit' entschieden ablehnen", sagte Dong demnach. Die Taiwan-Frage war bei dem Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping am Donnerstag in Südkorea ausgeklammert worden.

Peking betrachtet die demokratisch regierte Insel Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll, notfalls mit militärischer Gewalt. Die USA erkennen Taiwan zwar diplomatisch nicht an, sind jedoch dessen größter Waffenlieferant.

Dong sagte nun nach Angaben seines Ministeriums, dass beide Verteidigungsministerien "konkrete Maßnahmen ergreifen sollten, um den von beiden Staatschefs getroffenen Konsens umzusetzen". Sie sollten zudem den politischen Dialog stärken, "um Vertrauen zu verbessern und Ungewissheiten auszuräumen", und eine bilaterale militärische Beziehung aufbauen, "die durch Gleichheit, Respekt, friedliche Koexistenz und stabile, positive Dynamik" gekennzeichnet sei.

Hegseth bezeichnete das Treffen in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur als "gut und konstruktiv". Er habe die Notwendigkeit betont, das Machtgleichgewicht in der Region beizubehalten, und habe die Bedenken der USA über Chinas Aktivitäten im Südchinesischen Meer, rund um Taiwan und gegenüber Verbündeten der USA und Partnern" angesprochen, erklärte Hegseth im Onlinedienst X.

Die USA suchten "keinen Konflikt", würden aber weiterhin ihre Interessen "handfest vertreten" und sicherstellen, dass sie in der Region die Fähigkeiten hätten, dies zu tun, betonte Hegseth.

Der US-Verteidigungsminister hatte China im Juni als Bedrohung für das übrige Asien bezeichnet und insbesondere vor einem chinesischen Militärangriff auf Taiwan gewarnt. Es gebe "glaubhafte" Anzeichen dafür, dass sich Peking "darauf vorbereitet, möglicherweise militärische Gewalt einzusetzen, um das Machtgleichgewicht im Indopazifik zu verändern", sagte Hegseth bei der Shangri-La-Sicherheitskonferenz. Die chinesische Armee baue ihre Kräfte aus und probe "für den Ernstfall".

Hegseth beschuldigte die Volksrepublik bei der damaligen Konferenz in Singapur zudem, Nachbarstaaten zu bedrängen und im Südchinesischen Meer "illegal Land zu beschlagnahmen und zu militarisieren". China beansprucht fast das gesamte Meeresgebiet für sich. Die Philippinen, Malaysia, Vietnam, Indonesien und Brunei weisen diese Ansprüche zurück.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Ex-Botschafter und Epstein-Freund Mandelson: Britische Polizei durchsucht zwei Häuser

Die britische Polizei hat bei den Ermittlungen gegen den einst mit dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundeten Politiker Peter Mandelson zwei Häuser durchsucht. Die Durchsuchungen hätten in Wiltshire im Südwesten Englands sowie in London stattgefunden, teilte die Polizei in London am Freitag mit. Dem früheren britischen Botschafter in Washington wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben.

Olympia-Eröffnungsfeier in Italien mit Auftritt von Mariah Carey und jubelnden Athleten

Spektakuläre Musik- und Tanzeinlagen und weltberühmte Stars und Sportler: In Italien läuft die Eröffnungszeremonie für die Olympischen Winterspiele. Zentrum der Show unter dem Motto "Harmonie" am Freitagabend war das berühmte San-Siro-Stadion in Mailand. Dort sang US-Popstar Mariah Carey bei einem der Höhepunkte des Abends das italienische Lied "Volare". Im Anschluss begann das traditionelle Einlaufen der Nationen.

EU-Kommission will mit 20. Sanktionspaket Russlands Öl-Einnahmen weiter reduzieren

Die EU will die russischen Einnahmen aus dem Ölexport weiter reduzieren. Dieses Ziel verfolgen Vorschläge der Brüsseler Kommission für neue Sanktionen gegen Moskau, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zweieinhalb Wochen vor dem vierten Jahrestag des russischen Angriffs gegen die Ukraine präsentierte. Der Entwurf für das 20. Sanktionspaket enthält unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord, wie von der Leyen am Freitag mitteilte.

Kreml: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi waren "konstruktiv" und schwierig

Nach der zweiten Runde der Ukraine-Verhandlungen hat der Kreml von einem "konstruktiven" und gleichzeitig sehr schwierigem Treffen gesprochen. "Zwei Tage lang haben wir konstruktiv und sehr schwer gearbeitet", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag vor Journalisten. Die Gespräche würden fortgesetzt.

Textgröße ändern: