Pallade Veneta - UN-Sicherheitsrat stimmt für Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko - Jubel in Rabat

UN-Sicherheitsrat stimmt für Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko - Jubel in Rabat


UN-Sicherheitsrat stimmt für Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko - Jubel in Rabat
UN-Sicherheitsrat stimmt für Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko - Jubel in Rabat / Foto: Abdel Majid BZIOUAT - AFP

Im jahrzehntelangen Konflikt um die Westsahara hat der UN-Sicherheitsrat einen Plan gebilligt, wonach die Region der marrokanischen Souveränität unterstellt werden soll. Elf der 15 Mitgliedstaaten des Gremiums votierten am Freitag für den von Marokko konzipierten Plan, wonach die Westsahara zwar einen Autonomiestatus erhalten, aber zu Marokko gehören soll. Marokkos König Mohammed VI. nannte den UN-Beschluss eine "historische Wendung", in der marokkanischen Hauptstadt Rabat feierten tausende Menschen.

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Marokko gehört dem UN-Sicherheitsrat nicht an, der Resolutionsentwurf war von den USA eingebracht worden. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Jahr 2020 während seiner ersten Amtszeit Marokkos Anspruch auf die rohstoffreiche Westsahara anerkannt, nachdem Marokko seine Beziehungen zu Israel normalisiert hatte.

Marokko hatte seinen Westsahara-Plan erstmals bereits im Jahr 2007 vorgelegt. Er sieht vor, dass die Westsahara unter der alleinigen Souveränität Marokkos steht, aber Autonomierechte genießt. Dies könnte die "am besten umsetzbare Lösung" sein, hieß es nun in der Resolution des Sicherheitsrats.

Bei dem Votum im mächtigsten UN-Gremium enthielten sich drei Staaten. Das derzeitige Sicherheitsratsmitglied Algerien, das die Unabhängigkeitsbewegung in der Westsahara unterstützt, blieb der Abstimmung fern.

Der Sicherheitsrat rief in der Resolution UN-Generalsekretär António Guterres und den UN-Gesandten für den Westsahara-Konflikt, Staffan de Mistura, dazu auf, auf Grundlage des marokkanischen Plans Verhandlungen zu führen, um eine für alle Seiten akzeptable Einigung zu erzielen.

Der Sicherheitsrat verlängerte zudem die UN-Friedensmission in der Westsahara (Minurso) um ein weiteres Jahr. Die Bundeswehr ist daran laut Bundesverteidigungsministerium mit bis zu vier Militärbeobachtern beteiligt.

Die Westsahara war bis 1975 eine spanische Kolonie. Danach führte Marokko einen 15-jährigen Krieg gegen die Unabhängigkeitsbewegung Polisario-Front. Marokko betrachtet die rohstoffreiche und an der fischreichen Atlantikküste gelegene Region als sein Hoheitsgebiet. Die von Algerien unterstützte Polisario-Front beharrt dagegen auf einem Unabhängigkeitsreferendum.

Algeriens Botschafter bei den Vereinten Nationen, Amar Bendjama, sagte am Freitag, seine Regierung habe mit dem Fernbleiben von der Abstimmung seine "Distanz" zu der Resolution zum Ausdruck gebracht. Der Text spiegele die "Doktrin" der Vereinten Nationen zur Entkolonialisierung "nicht korrekt oder ausreichend wider".

Der marokkanische König Mohammed VI. sagte hingegen in einer Rede: "Wir schlagen ein neues und siegreiches Kapitel im Prozess der Anerkennung der marrokanischen Identität der Sahara auf". Damit solle das Thema "endgültig abgeschlossen" werden. Er sei darauf "enorm stolz", verkündete der Monarch.

In den Straßen von Rabat herrschte am Freitagabend Jubelstimmung. "Die Sahara ist marokkanisch und war es immer", sang die Menge und wechselte dabei zwischen dem Rhythmus der Nationalhymne und anderen patriotischen Liedern. "Wir sind wirklich stolz, das ist unser Land, unsere Sache", sagte die 40-jährige Sanae der Nachrichtenagentur AFP.

F.M.Ferrentino--PV

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