Pallade Veneta - Argentinien: Tausende Teilnehmer bei Pride Parade in Buenos Aires

Argentinien: Tausende Teilnehmer bei Pride Parade in Buenos Aires


Argentinien: Tausende Teilnehmer bei Pride Parade in Buenos Aires
Argentinien: Tausende Teilnehmer bei Pride Parade in Buenos Aires / Foto: Alejandro PAGNI - AFP

In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires haben sich tausende Menschen an der jährlichen Pride Parade beteiligt. Unter dem Motto "Gegen Hass und Gewalt: Mehr Stolz und Einheit" zogen die Teilnehmer am Samstag vom zentralen Plaza de Mayo zum Nationalkongress. An dem Demonstrationszug zur Unterstützung der LGBTQ-Gemeinschaft nahmen Familien, Aktivisten und Studenten teil. Sie wollten damit auch ein Zeichen des Protests gegen den rechtspopulistischen Präsidenten Javier Milei setzen.

Textgröße ändern:

"Unter der aktuellen Regierung gibt es derzeit viel Hass", sagte der 22-jährige Student Nahuel Vassallo der Nachrichtenagentur AFP. "Deshalb ist es so wichtig, hier zu stehen und für unsere Rechte und unsere Identität einzutreten." Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 hat Staatschef Milei den Schutz für LGBTQ-Menschen in dem südamerikanischen Land verstärkt zurückgefahren. Unter seiner Regierung wurden unter anderem ein für Geschlechterfragen zuständiges Ministerium abgeschafft und eine nationale Antidiskriminierungsstelle aufgelöst.

Aus Sicht der Koordinatorin für Gleichstellung und Vielfalt bei Amnesty International Argentinien, Maria Paula García, gehen diese Maßnahmen einher mit einer Zunahme hasserfüllter und gewalttätiger Rhetorik - "auch von Seiten der höchsten Behörden des Landes". Das Nationale Observatorium für Hassverbrechen gegen LGBTQ-Menschen verzeichnete in Argentinien in der ersten Jahreshälfte einen Anstieg der Fälle um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz

Russland hat seine Raketen- und Drohnenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew fortgesetzt - dabei wurden nach offiziellen Angaben am Samstag mindestens elf Menschen verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Armee habe "die meisten" Flugkörper abgeschossen, "aber nicht die ballistischen". Er appellierte an die USA, die zugesagte Lizenz zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen rasch zu erteilen. In den USA zeichnen sich derweil verschärfte Russland-Sanktionen ab.

Irans oberster Führer droht mit Rache für Tötung seines Vaters

Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei hat Vergeltung angekündigt für die Tötung seines Vaters Ali Chamenei bei den US-israelischen Angriffen Ende Februar. "Diese Rache ist der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden", schrieb er in einem am Samstag veröffentlichten Brief.

Grüne pochen auf Festhalten an Treibhausgasneutralität bis 2045

Die Grünen pochen darauf, an dem gesetzlich festgelegten Ziel festzuhalten, bis 2045 Treibhausgasneutralität in Deutschland zu erreichen. "Das verbindliche Klimaziel 2045 gibt Planungs- und Zukunftssicherheit", sagte Bundestags-Fraktionsvize Julia Verlinden am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Hintergrund sind Forderungen von Wirtschaftsvertretern sowie der Gewerkschaft IGBCE, die Klimaschutzvorgabe aufzuschieben.

Selenskyj: Elf Verletzte bei russischen Angriffen auf ukrainische Hauptstadt Kiew

Bei neuen russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach offiziellen Angaben mindestens elf Menschen verletzt worden. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten am frühen Samstagmorgen zwei Serien von Explosionen. Die Sirenen des Luftalarms ertönten erst Minuten nach der ersten Detonation.

Textgröße ändern: