Pallade Veneta - ZEW-Konjunkturerwartungen brechen ein

ZEW-Konjunkturerwartungen brechen ein


ZEW-Konjunkturerwartungen brechen ein
ZEW-Konjunkturerwartungen brechen ein / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten haben sich im Juli deutlich verschlechtert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sank um 25,8 auf minus 53,8 Punkte. "Die aktuell großen Sorgen über die Energieversorgung in Deutschland, der angekündigte Zinsanstieg der Europäischen Zentralbank sowie weitere coronabedingte Einschränkungen in China führen zu einer erheblichen Verschlechterung des Konjunkturausblicks", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach am Dienstag.

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Die Expertinnen und Experten bewerten demnach die aktuelle Wirtschaftslage deutlich schlechter als im Vormonat und senken ihre ohnehin ungünstige Prognose für die nächsten sechs Monate weiter ab. "Besonders stark gehen die Erwartungen für energieintensive und exportorientierte Wirtschaftssektoren zurück, aber auch der private Konsum wird deutlich schwächer eingeschätzt", erläuterte Wambach.

Im März war der ZEW-Index angesichts des Ukraine-Kriegs so stark eingebrochen wie noch nie zuvor seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991. Nach einem weiteren Rückgang im April hatte sich der Ausblick im Mai und Juni wieder etwas aufgehellt. Nun brach er erneut ein - Lageeinschätzung und Erwartungen lagen damit sogar etwas unter den Werten, die sich im März 2020 zu Beginn der Corona-Krise ergaben, wie das ZEW mitteilte.

Das Institut fragt für den Index, der als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung gilt, monatlich Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten wie Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkursen und dem Ölpreis. Für die aktuellen Daten wurden vom 4. bis 11. Juli 179 Analysten und institutionelle Anleger befragt.

L.Barone--PV

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