Pallade Veneta - Auswahlverfahren zur Johnson-Nachfolge in Großbritannien begonnen

Auswahlverfahren zur Johnson-Nachfolge in Großbritannien begonnen


Auswahlverfahren zur Johnson-Nachfolge in Großbritannien begonnen
Auswahlverfahren zur Johnson-Nachfolge in Großbritannien begonnen / Foto: Leon Neal - Getty Images Europe/AFP

In Großbritannien hat am Dienstag das Verfahren zur Auswahl der Kandidaten für die Nachfolge des scheidenden Premierministers Boris Johnson begonnen. Im Laufe des Tages sollten die Bewerber ihre Kandidatur offiziell anmelden, am Mittwoch und Donnerstag sowie falls nötig am Montag sollen Wahlrunden stattfinden, so dass sich am Ende nur noch zwei Kandidaten gegenüber stehen.

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Bis Dienstagmittag beanspruchten zehn Kandidaten aus den Reihen der Tories die Nachfolge Johnsons, Verkehrsminister Grant Shapps zog seine Kandidatur zurück und stellte sich hinter den ebenfalls kandidierenden Ex-Finanzminister Rishi Sunak.

Damit ihre Kandidatur angenommen wird, müssen die Bewerber auf die Unterstützung von mindestens 20 Tory-Abgeordneten zählen können. In den Wahlrunden scheiden jeweils die schlechtplatziertesten Bewerber aus, so dass vor der parlamentarischen Sommerpause am 22. Juli nur noch zwei Kandidaten zur Auswahl stehen.

Danach obliegt die Wahl des Johnson-Nachfolgers den Mitgliedern der Tory-Partei. Am 5. September soll der neue Parteivorsitzende benannt werden, der dann auch das Amt des Regierungschefs von Johnson übernimmt.

Bei den englischen Buchmachern lagen am Dienstag Ex-Finanzminister Sunak und die ehemalige Verteidigungsministerin Penny Mordaunt gleichauf vorn, gefolgt von Außenministerin Liz Truss.

Johnson war am vergangenen Donnerstag durch eine parteiinterne Revolte zum Rücktritt als Parteivorsitzender gezwungen worden, was auch das Aus für sein Regierungsamt bedeutete. Er will aber noch bis zur Bestimmung des Nachfolgers im Amt bleiben.

Die dreijährige Amtszeit Johnsons war vom Brexit geprägt, dessen Vollzug zu seinen zentralen Wahlversprechen zählte, von den Folgen der Corona-Pandemie sowie zahlreichen Affären und Skandalen, die letztlich zum politischen Aus für den umstrittenen Premier führten.

R.Zarlengo--PV

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