Pallade Veneta - Gipfeltreffen von EU und Lateinamerika-Staaten in Kolumbien hat begonnen

Gipfeltreffen von EU und Lateinamerika-Staaten in Kolumbien hat begonnen


Gipfeltreffen von EU und Lateinamerika-Staaten in Kolumbien hat begonnen
Gipfeltreffen von EU und Lateinamerika-Staaten in Kolumbien hat begonnen / Foto: LUIS ACOSTA - AFP

Im kolumbianischen Santa Marta hat am Sonntag ein Gipfeltreffen von Vertretern der Europäischen Union und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Celac) begonnen. Ziel des Treffens ist es, die Partnerschaft zwischen den beiden Staatenbündnissen zu stärken. Auf der Tagesordnung stehen Themen wie der Ausbau des Multilateralismus, Wirtschaftsfragen und der Kampf gegen das organisierte Verbrechen und Korruption sowie gegen Drogen- und Menschenhandel.

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Überschattet wird das Gipfeltreffen von den Spannungen zwischen den USA und den Ländern der Region. US-Angriffe auf Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler aus Lateinamerika und die Entsendung von US-Kriegsschiffen in die Karibik schüren die Furcht vor einem größeren militärischen Konflikt in der Region.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte bei ihrer Ankunft in Santa Marta, "nur aus zwei Gründen" könne Gewaltanwendung gerechtfertigt sein, "entweder zur legitimen Selbstverteidigung oder auf Grundlage einer Resolution des UN-Sicherheitsrats".

US-Präsident Donald Trump wirft Venezuelas linksgerichtetem Präsidenten Nicolás Maduro vor, Rauschgiftbanden zu kontrollieren; den kolumbianischen Staatschef Gustavo Petro bezeichnete er als "Drogenbaron". Petro hatte das Vorgehen der USA gegen angebliche Drogenschmugglerboote in der Karibik und im Ostpazifik jüngst als "außergerichtliche Hinrichtungen" verurteilt.

Von den 27-EU- und 33 Celac-Mitgliedstaaten nehmen nur neun Staats- oder Regierungschefs an dem Treffen teil, darunter der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und EU-Ratspräsident António Costa. Deutschland wird bei dem Treffen durch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vertreten.

Vor seiner Abreise erklärte der Minister, Deutschland stehe bereit, sich gemeinsam mit den Staaten Lateinamerikas und der Karibik für Frieden und Sicherheit in der Region zu engagieren, "ob beim Kampf gegen organisierte Kriminalität, bei Unterstützung mit Blick auf die Krise in Haiti, bis hin zum Friedensprozess in Kolumbien".

L.Guglielmino--PV

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