Pallade Veneta - Vor Kongressvotum: Epstein-Opfer fordern Freigabe aller Akten

Vor Kongressvotum: Epstein-Opfer fordern Freigabe aller Akten


Vor Kongressvotum: Epstein-Opfer fordern Freigabe aller Akten
Vor Kongressvotum: Epstein-Opfer fordern Freigabe aller Akten / Foto: DANIEL HEUER - AFP

Vor einer entscheidenden Abstimmung im US-Kongress haben mutmaßliche Opfer des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein in Washington eine Freigabe aller Akten verlangt. Die Frauen drängten die Abgeordneten im Repräsentantenhaus am Dienstag, das Gesetz für vollständige Transparenz in dem Fall zu billigen. Bei der Abstimmung wurde am Dienstagnachmittag eine breite Mehrheit für die Veröffentlichung der Akten erwartet.

Textgröße ändern:

Die sexuellen Übergriffe Epsteins dürften nicht parteipolitisch missbraucht werden, sagte Jena-Lisa Jones, die nach eigenen Angaben als Teenagerin von Epstein missbraucht worden war. Sie rief Präsident Donald Trump auf, "echte Führungsqualitäten" zu beweisen und das Gesetz mit seiner Unterschrift in Kraft zu setzen. "Zeigen Sie, dass Ihnen die Menschen tatsächlich wichtig sind und nicht nur Sie selbst", forderte Jones, die nach eigenen Angaben bei der Präsidentschaftswahl für Trump gestimmt hatte.

Trump bekräftigte, er habe "nichts mit Jeffrey Epstein zu tun". Der US-Präsident wiederholte bei einem Empfang für den saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Weißen Haus, er habe Epstein vor vielen Jahren aus seinem Club geworfen, weil er "ein kranker Perverser" gewesen sei.

Das Repräsentantenhaus wollte am Nachmittag über das Epstein-Akten-Transparenz-Gesetz (Epstein Files Transparency Act, Efta) abstimmen, das Abgeordnete der Republikaner und der Demokraten gemeinsam ausgearbeitet hatten. Trump hatte gemeinsam mit Repräsentantenhaus-Sprecher Mike Johnson monatelang versucht, das Votum zu verhindern.

Zu Beginn der Debatte am Dienstag im Repräsentantenhaus warf Johnson den Demokraten erneut vor, den Gesetzentwurf nur deshalb zu unterstützen, um "Präsident Trump mit dem Skandal in Verbindung zu bringen". Dennoch wolle er im Sinne der Transparenz für die Vorlage stimmen. Der Republikaner rechnet nach eigenen Angaben mit einem "nahezu einstimmigen Votum" für die Freigabe der Akten.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi: USA und Russland nehmen Militärdialog wieder auf

Nach mehr als vier Jahren Pause haben die USA und Russland eine Wiederaufnahme ihres Militärdialogs vereinbart. Ein solcher Austausch zwischen den Armeen befördere "mehr Transparenz und Deeskalation", teilte das Europäische Kommando der US-Streitkräfte am Donnerstag mit, nachdem sich Vertreter Washingtons und Moskaus bei den Ukraine-Gesprächen in Abu Dhabi darauf geeinigt hatten. Über mögliche Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau wurde indes bis auf einen weiteren vereinbarten Gefangenenaustausch nichts bekannt.

"Deutschlandtrend": SPD legt auf 15 Prozent zu - Union weiter vorne

Die Union verliert im neuen "Deutschlandtrend" der ARD zwei Prozentpunkte, der Koalitionspartner SPD kann zugleich zwei Punkte zulegen. Vorne liegen CDU und CSU in der am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage mit 26 Prozent aber immer noch. Dahinter folgt mit 24 Prozent weiterhin die AfD, die allerdings im Vergleich zum "Deutschlandtrend" im Januar einen Punkt verliert.

Merz würdigt Golfstaaten bei Reise als "zuverlässige Kooperationspartner"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Golfstaaten bei seiner Reise in die Region als "zuverlässige Kooperationspartner" gewürdigt und eine engere Rüstungskooperation in Aussicht gestellt. Merz sagte am Donnerstag in Katars Hauptstadt Doha, Länder wie Katar und Saudi-Arabien könnten sich "darauf verlassen, dass wir auch in der Rüstungszusammenarbeit etwas intensiver arbeiten als in den letzten Jahren". Das liege im "gegenseitigen Interesse".

Kreise: Macrons Berater bemüht sich in Moskau um Gespräche mit Putin

Das französische Präsidialamt bemüht sich um eine Wiederaufnahme des Dialogs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ein Berater des französischen Präsidenten Emmanuel Macron habe zu diesem Zweck am Dienstag in Moskau einen Berater Putins getroffen, hieß es am Donnerstag aus informierten Kreisen in Paris. Das Treffen von Emmanuel Bonne und Juri Uschakow wurde offiziell weder bestätigt noch dementiert.

Textgröße ändern: