Pallade Veneta - Anhörung im SPD-Verfahren zu Parteiausschluss von Schröder begonnen

Anhörung im SPD-Verfahren zu Parteiausschluss von Schröder begonnen


Anhörung im SPD-Verfahren zu Parteiausschluss von Schröder begonnen
Anhörung im SPD-Verfahren zu Parteiausschluss von Schröder begonnen / Foto: MAXIM MARMUR - AFP/Archiv

Die mündliche Anhörung im Verfahren um einen Ausschluss von Gerhard Schröder aus der SPD hat am Donnerstag in Hannover begonnen - in Abwesenheit des Altkanzlers. Bei dem Termin sollten insgesamt 17 Anträge von Kreis- und Ortsverbänden gegen Schröder verhandelt werden, wie der SPD-Parteibezirk Hannover mitteilte. Der Großteil zielt wegen der Haltung des Ex-Kanzlers zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine und zu Präsident Wladimir Putin sowie seiner Tätigkeit für russische Energiekonzerne auf einen Parteiausschluss ab.

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Schröder selbst kam nicht zum Auftakt des Verfahrens. Falls nötig, soll die Anhörung am Freitag fortgesetzt werden. Die Schiedskommission will dann spätestens drei Wochen nach dem Ende der mündlichen Anhörung ihre Entscheidung fällen.

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Thomas Kutschaty sieht keine Zukunft mehr für Schröder in der Partei. Schröder habe "selbst entschieden, dass ihm die finanzielle und persönliche Abhängigkeit von Putin wichtiger ist als sein Einsatz für die SPD oder das Erbe seiner Kanzlerschaft", sagte Kutschaty der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe).

Die Hürden für einen Parteiausschluss seien zwar sehr hoch, und es werde zu Recht gründlich vorgegangen. "Aber schon politisch kann ich mir nicht mehr vorstellen, wie das ohne Cut zu einem guten Ende kommen soll", sagte Kutschaty. "Ein Ex-Bundeskanzler, der im begründeten Verdacht steht, käuflich von einem Kriegstreiber zu sein, schadet sich selbst, seiner Partei und unserer Demokratie."

J.Lubrano--PV

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