Pallade Veneta - Mindestens 17 Tote bei russischen Angriffen auf zentralukrainische Stadt

Mindestens 17 Tote bei russischen Angriffen auf zentralukrainische Stadt


Mindestens 17 Tote bei russischen Angriffen auf zentralukrainische Stadt
Mindestens 17 Tote bei russischen Angriffen auf zentralukrainische Stadt / Foto: STR - AFP

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Winnyzja im Zentrum der Ukraine sind am Donnerstag nach ukrainischen Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien zwei Kinder, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zuvor hatten die örtlichen Rettungsdienste von mindestens zwölf Toten, "darunter ein Baby", und 25 Verletzten gesprochen. Die Feuerwehr kämpfe gegen einen durch die Angriffe verursachten Brand.

Textgröße ändern:

Den Rettungsdiensten zufolge schlugen russische Bomben auf einem Parkplatz an einem Gebäude mit Geschäften im Zentrum von Winnyzja ein. Auf von ihnen veröffentlichten Bildern ist ein etwa zehn Stockwerke hohes Gebäude zu sehen, in das ein Loch gerissen wurde und das in Flammen steht. Außerdem brannten den Bildern zufolge etwa ein Dutzend Autos aus.

Bislang war Winnyzja vom Kriegsgeschehen weitgehend verschont geblieben. Vor Kriegsbeginn hatte die rund 250 Kilometer südöstlich von Kiew gelegene Stadt rund 660.000 Einwohner.

Auch aus der südukrainischen Großstadt Mykolajiw wurden am Donnerstagmorgen "massive Raketenangriffe" gemeldet. Dabei seien zwei Schulen, Verkehrsinfrastruktur und ein Hotel beschädigt worden, teilte das Präsidialamt in Kiew mit. Am Mittwoch hatte es in Mykolajiw mehrere zivile Todesopfer durch den russischen Beschuss mit Mehrfach-Raketenwerfern gegeben.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj prangerte die russischen Raketenangriffe in Winnyzja in einer Erklärung an. "Russland tötet jeden Tag Zivilisten, tötet ukrainische Kinder, verübt Raketenangriffe auf zivile Einrichtungen, wo sich kein militärisches Ziel befindet", schrieb er in der in Online-Netzwerken verbreiteten Erklärung. "Was ist das, wenn nicht ein offener Akt des Terrorismus?", fügte der Staatschef hinzu. Russland sei ein "Killer-Land".

Auch ein neuer Bericht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) prangert durch Russland verübte Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine an. Vergewaltigungen, Entführungen und massive Deportationen von Zivilisten seien mehrfach dokumentiert worden, heißt es in dem Report, den die Nachrichtenagentur AFP vorab einsehen konnte.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Abschiebezentren: Deutschland und weitere EU-Länder wollen Abkommen mit Drittstaaten bis Jahreswechsel

Deutschland und vier weitere EU-Staaten wollen bis zum Jahreswechsel ein Abkommen mit Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union über die Errichtung von Abschiebezentren für abgelehnte Asylbewerber schließen. "Wir wollen in diesem Jahr noch eine Vereinbarung mit Drittländern erreichen, die dann den Aufbau von 'Return Hubs' ermöglichen", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag. Um welche Länder es sich handeln könnte, wurde nicht genannt.

US-Außenminister Rubio reist nach Kolumbien, Ecuador und Peru

US-Außenminister Marco Rubio reist kommende Woche nach Kolumbien, Ecuador und Peru. Die Reise findet von Dienstag bis Donnerstag statt, wie das US-Außenministerium am Freitag mitteilte. Ziel ist es demnach, "Schlüsselpartnerschaften der USA zu stärken", unter anderem durch eine verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen Drogenkartelle und vertiefte Handelsbeziehungen.

Russische Drohne trifft Geheimdienst-Sitz in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Online-Dienst Telegram. AFP-Reporter sahen mehrere Krankenwagen nahe dem Gebäude im Herzen der ukrainischen Hauptstadt.

Anschläge auf Umspannwerke: Bei Fahndung nach Verdächtigem Wohnhaus durchsucht

Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen am Freitag zu mehreren Einsätzen ausgerückt. Zuvor waren Schreiben aufgetaucht, in denen sich ein Mann zu den Sabotageaktionen bekannte. Das Haus in der Stadt Gevelsberg, in dem der mutmaßliche Verfasser gemeldet ist, wurde durchsucht.

Textgröße ändern: