Pallade Veneta - US-Menschenrechtsbericht legt Fokus künftig auch auf Gleichstellung und Gender-Fragen

US-Menschenrechtsbericht legt Fokus künftig auch auf Gleichstellung und Gender-Fragen


US-Menschenrechtsbericht legt Fokus künftig auch auf Gleichstellung und Gender-Fragen
US-Menschenrechtsbericht legt Fokus künftig auch auf Gleichstellung und Gender-Fragen / Foto: Valery HACHE - AFP/Archiv

Die USA ändern die Ausrichtung ihres jährlichen Menschenrechtsberichts und wollen darin künftig auch Geschlechtsumwandlungen bei Kindern sowie Diversitäts- und Gleichstellungsprogramme erfassen. "Die Trump-Regierung wird diese Menschenrechtsverletzungen, wie die Verstümmelung von Kindern, Gesetze, die die Meinungsfreiheit einschränken, sowie rassistisch diskriminierende Beschäftigungspraktiken nicht ungehindert zulassen", erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, am Donnerstag.

Textgröße ändern:

US-Außenminister Marco Rubio informierte die Botschaften der USA in einer Mitteilung über die Neuausrichtung des Jahresberichts, der seit fast 50 Jahren einen weltweiten Überblick über Menschenrechtsverstöße liefert.

Die US-Botschaften wurden aufgefordert, Berichte über Länder zu verfassen, die "chemische oder chirurgische Verstümmelungen von Kindern in Operationen zulassen, die deren Geschlecht verändern sollen". Auch sogenannte "Affirmative Action"-Maßnahmen zur Förderung von Minderheiten sowie andere "Vorzugsbehandlungen" auf Grundlage der Ethnie oder des Geschlechts sollen künftig gemeldet werden.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete die Neuausrichtung der Berichts als "erschreckend". Es werde offenbar der Versuch unternommen, "eine Philosophie zu institutionalisieren, die nur bestimmten Menschen bestimmte Rechte zugesteht, je nachdem, wer man ist oder wo man lebt". Damit werde die Botschaft vermittelt, "dass die USA nicht mehr an die Grundprinzipien des Menschenrechtssystems glauben, an dessen Aufbau sie selbst mitgewirkt haben", sagte Amanda Klasing von Amnesty International USA.

US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, dem seiner Meinung nach in den USA wütenden "Transgender-Wahn" ein Ende zu setzen. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus verhängte er ein Verbot der "Transgender-Ideologie" in den Streitkräften und unterzeichnete ein Dekret, das sich gegen Transmenschen in der US-Armee richtet.

Das US-Außenministerium stoppte außerdem die unter Trumps Vorgänger Joe Biden eingeführte Ausgabe von Reisepässen mit der geschlechtsneutralen Angabe "X". Trump beendete darüber hinaus Gleichstellungsprogramme und drohte Unternehmen, die solche Maßnahmen umsetzen, mit Konsequenzen.

Die USA hatten Deutschland im August in ihrem ersten Menschenrechtsbericht seit der Rückkehr Trumps ins Weiße Haus unter anderem Mängel bei der Meinungsfreiheit attestiert. US-Vizepräsident JD Vance hatte zuvor den Umgang mit der AfD scharf kritisiert, Rubio sprach sogar von "verkappter Tyrannei".

Kritik übt die Trump-Regierung in dem Bericht vom August auch an anderen europäischen Ländern wie Frankreich und Großbritannien. Gute Noten erhalten dagegen autoritär regierte Länder wie El Salvador, die Trump bei seiner Abschiebepolitik unterstützen.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Chinas Präsident Xi persönlich von Trump zu Staatsbesuch empfangen

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Bei seiner Ankunft auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington wurde er am Mittwoch von US-Präsident Donald Trump persönlich empfangen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP feststellten. Trump schüttelte zur Begrüßung Xis Hand.

Chinas Präsident Xi zu Staatsbesuch in den USA eingetroffen

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Xis Flugzeug landete am Mittwoch gegen 23.40 Uhr MESZ auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP feststellte. US-Präsident Donald Trump wartete am Flughafen, um Xi als Zeichen der besonderen Ehrerbietung persönlich zu empfangen. Dass der US-Präsident einen ausländischen Staats- oder Regierungschef persönlich am Flughafen empfängt, ist äußerst selten.

USA laden Putin zum G20-Gipfel ein - Russland lehnt Kampfpause in der Ukraine ab

Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen. "Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt", sagte US-Außenminister Marco Rubio am Mittwoch am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies nach einem Treffen mit Rubio indes Forderungen nach einer Kampfpause gegen die Ukraine zurück.

Russland will Angriffe auf die Ukraine nicht unterbrechen

Russland will seine Angriffe auf die Ukraine vorerst nicht einstellen. "Wir werden in unserer speziellen Militäroperation keine Pause einlegen", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Er nutzte dabei den Begriff, mit dem Russland seinen Angriffskrieg umschreibt.

Textgröße ändern: