Pallade Veneta - Steinmeier zu Staatsbesuch in Spanien - Bundespräsident am Freitag in Guernica

Steinmeier zu Staatsbesuch in Spanien - Bundespräsident am Freitag in Guernica


Steinmeier zu Staatsbesuch in Spanien - Bundespräsident am Freitag in Guernica
Steinmeier zu Staatsbesuch in Spanien - Bundespräsident am Freitag in Guernica / Foto: Oscar DEL POZO - AFP

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen dreitägigen Staatsbesuch in Spanien begonnen, bei dem er auch die 1937 im Spanischen Bürgerkrieg durch deutsche Flieger zerstörte Kleinstadt Guernica besuchen wird. Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender wurden am Mittwoch im Königspalast in Madrid mit militärischen Ehren von König Felipe VI. und Königin Letizia von Spanien empfangen.

Textgröße ändern:

Auf dem Programm standen außerdem ein Besuch des Rathauses der spanischen Hauptstadt und eine Rede des Bundespräsidenten bei einer gemeinsamen Sitzung von Abgeordnetenhaus und Senat in Madrid. Steinmeier wollte ebenfalls am Mittwoch das Museum Reina Sofía besuchen, in dem das berühmte Gemälde "Guernica" von Pablo Picasso hängt. Es ist der erste Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in Spanien seit dem Jahr 2002.

Am Donnerstag wird Steinmeier an einem deutsch-spanischen Wirtschaftsforum teilnehmen und Wirtschaftsvertreter beider Länder treffen. Der Bundespräsident trifft dann den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. Bei dem Gespräch soll es um die bilateralen Beziehungen, aber auch um internationale Themen wie die Unterstützung der Ukraine inmitten der schwierigen Verhandlungen für ein Ende des russischen Angriffskrieges gehen.

Steinmeier besucht am Donnerstag auch das legendäre Fußballstadion Bernabéu von Real Madrid. Dort wird er dem früheren Fußballnationalspieler und Real-Madrid-Star Toni Kroos das Bundesverdienstkreuz verleihen.

Am Freitag wird Steinmeier als erstes deutsches Staatsoberhaupt die baskische Stadt Guernica besuchen, die am 26. April 1937 bei einem Luftangriff durch den deutschen Luftwaffenverband "Legion Condor" fast vollständig zerstört wurde. Adolf Hitler hatte im Spanischen Bürgerkrieg (1936 bis 1939) den rechten Putsch-General und späteren Diktator Francisco Franco im Kampf gegen die Linksregierung der Spanischen Republik unterstützt.

Der Angriff auf Guernica (baskisch: Gernika) sorgte international für Entsetzen und wurde zum Symbol für eine grausame und gegen die Zivilbevölkerung gerichtete Kriegsführung. Picasso hielt das Grauen in seinem berühmten Werk "Guernica" für die Ewigkeit fest.

Erst zum 60. Jahrestag der Bombardierung Guernicas bekannte sich 1997 der damalige Bundespräsident Roman Herzog zu einer "schuldhaften Verstrickung deutscher Flieger" und bat die Bewohner von Guernica um "Versöhnung". Steinmeier ist nun der erste Bundespräsident, der in die unweit von Bilbao gelegene Stadt reisen wird.

Steinmeiers Spanien-Reise erfolgt kurz nach dem 50. Jahrestag des Todes des spanischen Diktators Franco. Der Tod des Diktators am 20. November 1975 war der Beginn des Übergangs Spaniens zu einer Demokratie.

Steinmeiers Besuch folgt zudem wenige Monate auf den von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Madrid. Merz hatte den spanischen Regierungschef Sánchez Mitte September getroffen.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Wadephul fordert Beteiligung Chinas an zukünftigem Atom-Abrüstungsabkommen

Angesichts des Auslaufens des "New Start"-Abkommens zwischen den USA und Russland hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) eine Beteiligung Chinas an einem zukünftigen Atomwaffen-Abrüstungsvertrag gefordert. "China muss einbezogen werden", sagte Wadephul bei einer gemeinsaamen Pressekonferenz mit seiner australischen Kollegin Penny Wong während seines Besuchs in Sydney am Donnerstag. Peking müsse im Bereich der Rüstungskontrolle zeigen, "dass es zur Zurückhaltung bereit ist", fügte Wadephul hinzu.

Oberstes US-Gericht erlaubt Kalifornien Neuzuschnitt von Wahlkreisen

Der Oberste Gerichtshof der USA hat dem Bundesstaat Kalifornien erlaubt, für die Zwischenwahlen im November einen neuen Zuschnitt der Wahlkreise anzuwenden. Das von konservativen Richtern dominierte Gericht erlaubte am Mittwoch den Neuzuschnitt, von dem die Demokraten sich fünf zusätzliche Sitze im US-Repräsentantenhaus erhoffen. Das von den Demokraten regierte Kalifornien hatte damit auf eine Neuordnung der Wahlkreise im Bundesstaat Texas durch die Republikaner reagiert.

Letztes Atom-Abrüstungsabkommen zwischen Russland und den USA ausgelaufen

Der letzte Atomwaffen-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland, das "New Start"-Abkommen, ist am Donnerstag ausgelaufen. Das Ende des Abkommens sei "ein schwerwiegender Moment für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. Er rief Moskau und Washington auf, sich "unverzüglich" auf einen "Nachfolgevertrag" zu einigen.

JU-Chef Winkel sieht Einsparpotenzial von "Dutzenden Milliarden" im Sozialetat

Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, sieht deutliches Einsparpotenzial im Sozialetat. Der Sozialstaat müsse "effizienter gemacht werden", sagte der JU-Chef der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Allein mit der Wiedereinführung des sogenannten Nachhaltigkeitsfaktors zur Dämpfung von Rentenerhöhungen "und klaren Prioritäten" ließen sich "Dutzende Milliarden im Jahr sparen für Sozialleistungen, die teilweise keiner braucht und die die Leute teilweise gar nicht wollen."

Textgröße ändern: