Pallade Veneta - Nach Parteinahme Trumps: Menschen in Honduras wählen neuen Präsidenten

Nach Parteinahme Trumps: Menschen in Honduras wählen neuen Präsidenten


Nach Parteinahme Trumps: Menschen in Honduras wählen neuen Präsidenten
Nach Parteinahme Trumps: Menschen in Honduras wählen neuen Präsidenten / Foto: Orlando SIERRA - AFP

In Honduras haben die Menschen einen neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten gewählt. 6,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger des mittelamerikanischen Landes waren am Sonntag zur Stimmabgabe aufgerufen, drei der fünf Kandidaten wurde eine realistische Chance auf den Wahlsieg eingeräumt. Überschattet wurde der Urnengang von Wahlbetrugsvorwürfen und Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump.

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Als Favoriten galten neben der Links-Kandidatin Rixi Moncada, die für die Regierungspartei Libre der bisherigen Präsidentin Xiomara Castro antrat, zwei Kandidaten aus dem rechten Lager: der Fernsehmoderator Salvador Nasralla und der Unternehmer Nasry Asfura, für den sich Trump vehement eingesetzt hatte. In den Umfragen lagen die drei in etwa gleichauf.

Trump hatte wenige Tage vor dem Urnengang zur Wahl Asfuras aufgerufen und diesen als "einzig echten Freund der Freiheit in Honduras" bezeichnet. Für den Fall von dessen Wahlsieg stellte er eine Zusammenarbeit gegen die "Narko-Kommunisten" in Aussicht. Zudem drohte er damit, die Hilfen für das Land zu kürzen, sollte sein Favorit nicht gewinnen. Auch der ultraliberale argentinische Präsident Javier Milei sprach sich für Asfura aus.

Die linke Kandidatin Moncada prangerte Trumps Einflussnahme mehrfach an, zuletzt am Samstag. Ihren beiden rechtsgerichteten Rivalen Asfura und Nasralla warf sie vor, "Marionetten der putschistischen Oligarchie" zu sein.

Gewählt wurden am Sonntag auch 128 Parlamentsabgeordnete und hunderte Bürgermeister. Überschattet wurde die Wahl schon im Vorfeld von gegenseitigen Betrugsvorwürfen der drei aussichtsreichsten Kandidaten. Honduras gilt als eines der instabilsten Länder Lateinamerikas, den letzten Putsch hatte es im Jahr 2009 gegeben. Fast zwei Drittel der elf Millionen Einwohner leben in Armut. Die über Jahrzehnte übliche Migration in die USA mit Rücküberweisungen an die Familien in der Heimat ist seit Trump kaum noch möglich.

Die Wahllokale öffneten um 07.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ) und sollten zehn Stunden später um 24.00 Uhr MEZ schließen. Vorläufige Ergebnisse wurden noch am Wahlabend erwartet. Die regierende Libre-Partei hatte aber bereits angekündigt, dass sie vorläufige Ergebnisse nicht anerkennen werde - sondern lediglich das Endergebnis, mit dem erst mehrere Tagen nach der Wahl gerechnet wird.

A.Fallone--PV

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