Pallade Veneta - Präsidentenwahl in Honduras: Rechtsgerichteter Moderator baut knappen Vorsprung aus

Präsidentenwahl in Honduras: Rechtsgerichteter Moderator baut knappen Vorsprung aus


Präsidentenwahl in Honduras: Rechtsgerichteter Moderator baut knappen Vorsprung aus
Präsidentenwahl in Honduras: Rechtsgerichteter Moderator baut knappen Vorsprung aus / Foto: Orlando SIERRA - AFP

Nach der Präsidentschaftswahl in Honduras hat der rechtsgerichtete Kandidat Salvador Nasralla seinen knappen Vorsprung Teilergebnissen zufolge weiter ausgebaut. Wie die Wahlbehörde am Mittwoch mitteilte, lag der Fernsehmoderator Nasralla nach Auszählung von fast 80 Prozent der Stimmen mit 40,34 Prozent in Führung - dicht gefolgt von dem ebenfalls rechtsgerichteten Unternehmer Nasry Asfura, der auf 39,57 Prozent kam. US-Präsident Donald Trump hatte vor dem Urnengang am Sonntag zur Wahl von Asfura aufgerufen.

Textgröße ändern:

Nach der Wahl griff Trump die Wahlbehörde an, nachdem diese am Montag auf der Grundlage von ersten Ergebnissen von einem "technischen Gleichstand" zwischen Nasralla und Asfura gesprochen hatte. "Es sieht so aus, als würde Honduras versuchen, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen zu ändern", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social - ohne Belege für seine Anschuldigung vorzulegen.

Die Wahlbehörde hatte daraufhin eine genaue Stimmauszählung zugesichert und die Menschen in Honduras um Geduld gebeten. Sie machte technische Probleme für die Verzögerung bei der Auszählung verantwortlich, sicherte aber zu, das endgültige Ergebnis werde den Willen der Wählerinnen und Wähler "gewissenhaft respektieren".

Bei einem Wahlaufruf für Asfura hatte Trump es nicht belassen. Ende November kündigte er zudem die Begnadigung des wegen Drogenschmuggels verurteilten honduranischen Ex-Präsidenten Juan Orlando Hernández an. Hernández war von 2014 bis 2022 Präsident von Honduras. Im vergangenen Jahr wurde er von einem Gericht in New York wegen internationalen Drogenhandels zu 45 Jahren Haft verurteilt. Am Dienstag wurde Hernández freigelassen.

Honduras gilt als eines der instabilsten Länder Lateinamerikas, den letzten Putsch hatte es im Jahr 2009 gegeben. Fast zwei Drittel der elf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner leben in Armut. Die über Jahrzehnte übliche Migration in die USA mit Rücküberweisungen an die Familien in der Heimat ist seit Trump kaum noch möglich. Bisher machten Überweisungen von Migranten fast ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des zentralamerikanischen Landes aus.

M.Romero--PV

Empfohlen

Sexualisiertes Deepfake-Video: CDU-Fraktion in Niedersachsen schaltet Ermittler ein

Nach einem mutmaßlichen Deepfake-Video mit sexualisiertem Inhalt hat die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Sachverhalt werde "sorgfältig" geprüft und müsse "lückenlos aufgeklärt" werden, erklärte Fraktionschef Sebastian Lechner am Mittwoch in Hannover. Die Landtagsfraktion werde ihrerseits sämtliche für sie selbst "notwendigen rechtlichen Maßnahmen" ergreifen.

Kommunen verzeichnen 2025 neues Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro

Die Kommunen in Deutschland haben im vergangenen Jahr 2025 ein Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro aufgewiesen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, war dies das höchste kommunale Finanzierungsdefizit seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Der Deutsche Städtetag forderte eine jährliche Soforthilfe von 30 Milliarden Euro, der Deutsche Landkreistag forderte eine sofortige Anhebung des kommunalen Anteils an der Umsatzsteuer um zehn Prozentpunkte.

250 Jahre Unabhängigkeit der USA: Segelschulschiff "Gorch Fock" besucht New York

Das deutsche Segelschulschiff "Gorch Fock" besucht die Feiern zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Wie die Marine am Mittwoch in Kiel mitteilte, wird das Schiff am Dienstag zu einer neuen Ausbildungsreise über den Atlantik starten und am Unabhängigkeitstag am 4. Juli in der US-Ostküstenmetropole New York einlaufen. Rund 230 Besatzungsmitglieder sind an Bord, es ist die insgesamt 189. Auslandsausbildungsfahrt des Seglers.

Urteil: Entzug von EU-Freizügigkeit für polnischen Enkeltrickbetrüger rechtmäßig

Einem Enkeltrickbetrüger darf einem Urteil zufolge die EU-Freizügigkeit und damit die Möglichkeit zum Aufenthalt in Deutschland entzogen werden. Daran ändert auch eine leibliche Tochter mit deutscher Staatsangehörigkeit und eine in Deutschland lebende Lebensgefährtin nichts, entschied das Verwaltungsgericht Karlsruhe in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung. Der aus Polen stammende Mann kann gegen die Entscheidung noch in die Berufung gehen.

Textgröße ändern: