Pallade Veneta - UNO verurteilt bei Appell für humanitäre Hilfe weltweite Gleichgültigkeit

UNO verurteilt bei Appell für humanitäre Hilfe weltweite Gleichgültigkeit


UNO verurteilt bei Appell für humanitäre Hilfe weltweite Gleichgültigkeit
UNO verurteilt bei Appell für humanitäre Hilfe weltweite Gleichgültigkeit / Foto: Rian COPE - AFP/Archiv

Bei ihrem jährlichen Appell für humanitäre Hilfe hat die UNO eine Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leid weltweit verurteilt. "Dies ist eine Zeit der Brutalität, Straflosigkeit und Gleichgültigkeit", sagte der Leiter des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha), Tom Fletcher, am Montag. Für das Jahr 2026 benötigen die Vereinten Nationen demnach mindestens 23 Milliarden Dollar (19,7 Milliarden Euro) an Hilfsgeldern, um 87 Millionen Menschen zu helfen.

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Die UNO hofft eigentlich auf 33 Milliarden Dollar, um 135 Millionen Menschen helfen zu können. Die Organisation ist sich jedoch der schwierigen Lage bewusst, in der sich die humanitäre Hilfe derzeit befindet. Es sei eine Zeit, in der "Politiker damit angeben, Hilfsgelder zu kürzen", sagte Fletcher. Der verschlankte, "hoch priorisierte Aufruf" ziele daher darauf ab, Menschen in den gefährlichsten Orten der Welt zu helfen, etwa im Gazastreifen, in der Ukraine, im Sudan, in Haiti oder in Myanmar.

Die UNO hatte bereits im vergangenen Jahr mit einem drastischen Rückgang der humanitären Hilfe zu kämpfen. Der Hilfsaufruf für das Jahr 2025 in Höhe von mehr als 45 Milliarden Dollar brachte lediglich Hilfszusagen in Höhe von zwölf Milliarden Dollar ein. Entscheidend für diese Entwicklung waren die USA, die unter US-Präsident Donald Trump ihre Auslandshilfen deutlich reduziert haben.

Fletcher erklärte, er hoffe, Washington nehme die von der UNO unternommenen Reformen zur Steigerung der Effizienz der Hilfslieferungen zur Kenntnis und die Kürzungen zurück.

Fletcher setzte den Hilfsaufruf ins Verhältnis zu weltweit gestiegenen Verteidigungsausgaben. "Wir fordern nur etwas mehr als ein Prozent dessen, was die Welt derzeit für Waffen und Verteidigung ausgibt", sagte er. Die Welt solle weniger für Verteidigung und mehr für humanitäre Hilfe ausgeben.

A.Tucciarone--PV

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