Pallade Veneta - Elfenbeinküste: Präsident Ouattara für vierte Amtszeit vereidigt

Elfenbeinküste: Präsident Ouattara für vierte Amtszeit vereidigt


Elfenbeinküste: Präsident Ouattara für vierte Amtszeit vereidigt
Elfenbeinküste: Präsident Ouattara für vierte Amtszeit vereidigt / Foto: SIA KAMBOU - POOL/AFP

Der Präsident der Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), Alassane Ouattara, ist am Montag für eine vierte Amtszeit vereidigt worden. In einer Rede versprach der 83-Jährige anschließend, er wolle einen Generationswechsel einleiten. Ouattara hatte die Präsidentenwahl im Oktober mit fast 90 Prozent gewonnen. Die zwei aussichtsreichsten Konkurrenten waren von der Wahl ausgeschlossen worden.

Textgröße ändern:

"Diese Amtszeit wird die eines Generationenübergangs: Es wird für mich und unsere Nation ein Akt der Verantwortung und politischen Reife", sagte Ouattara im Präsidentenpalast in der Wirtschaftsmetropole Abidjan. Er ist seit einer von Gewalt überschatteten, umstrittenen Wahl 2010 Staatsoberhaupt des westafrikanischen Landes.

Seit seiner ersten Wahl habe sich das Land "tief gewandelt", sagte er. "Wir haben die Autorität des Staates wiederhergestellt, den Frieden konsolidiert, den nationalen Zusammenhalt und unsere Institutionen gestärkt", sagte Ouattara. Zudem habe seine Regierung die Sicherheit im Land sichergestellt.

Die Beteiligung an der Präsidentenwahl war mit 50 Prozent vergleichsweise niedrig gewesen. Ouattaras stärkste Konkurrenten - sein Vorgänger Laurent Gbagbo und der ehemalige Chef der Schweizer Bank Credit Suisse, Tidjane Thiam - waren von der Wahl ausgeschlossen worden.

Gbagbo hatte 2010 nach zehn Jahren an der Macht seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl nicht anerkannt und eine Übertragung der Amtsgeschäfte an den Wahlsieger und bis heute amtierenden Ouattara verweigert. Bei Unruhen nach der Wahl wurden mehr als 3000 Menschen getötet. Gbagbo wurde schließlich aus dem Amt vertrieben, festgenommen und an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) ausgeliefert. Der Gerichtshof sprach den Ex-Präsidenten 2019 frei und bestätigte die Entscheidung 2021. Gbagbo kehrte daraufhin in sein Land zurück.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Trump: USA werden den Iran "sehr bald" verlassen

US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Ende der Einsätze der US-Armee im Iran in Aussicht gestellt. Auf eine Journalistenfrage zu den erhöhten Spritpreisen im Zuge des Iran-Krieges antwortete Trump am Dienstag: "Ich muss nur den Iran verlassen, und das werden wir sehr bald tun, und dann werden sie zusammenbrechen." Anschließend sprach er von einem Zeitraum von "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tagen länger".

Trump unterzeichnet Dekret zur Erschwerung der Briefwahl

Im Vorfeld der wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress im November hat US-Präsident Donald Trump ein Dekret zur Erschwerung der Briefwahl unterzeichnet. Bei der Unterzeichnung am Dienstag wiederholte Trump seine Behauptung, dass diese in den USA beliebte Form der Stimmabgabe für Wahlbetrug verantwortlich sei. Es war zunächst unklar, ob der US-Präsident über die rechtlichen Befugnisse für eine solche Maßnahme verfügt.

Syriens Übergangspräsident trifft in London König Charles III. und Premier Starmer

Einen Tag nach seinem Besuch in Berlin ist Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa in Großbritannien von König Charles III. und Premier Keir Starmer empfangen worden. Wie der Buckingham-Palast mitteilte, empfing der britische Monarch al-Scharaa am Dienstagnachmittag zu einer Audienz. Zuvor hatte al-Scharaa bereits in der Downing Street mit Starmer gesprochen, einem britischen Regierungssprecher zufolge drehte sich die Unterredung um den Iran-Krieg.

Selenskyj: Ungarn blockiert EU-Hilfspaket "um Russland zu gefallen"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban vorgeworfen, einen von der EU beschlossenen Hilfskredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine zu blockieren, "um Russland zu gefallen". Selenskyj erhob den Vorwurf am Dienstag in Kiew bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Selenskyj warf Orban vor, durch seine Blockadehaltung dringend nötige Reparaturarbeiten an von Russland beschädigten Infrastruktureinrichtungen in seinem Land zu verzögern.

Textgröße ändern: