Pallade Veneta - Moskauer Flughäfen wegen ukrainischer Drohnenangriffe zeitweise geschlossen

Moskauer Flughäfen wegen ukrainischer Drohnenangriffe zeitweise geschlossen


Moskauer Flughäfen wegen ukrainischer Drohnenangriffe zeitweise geschlossen
Moskauer Flughäfen wegen ukrainischer Drohnenangriffe zeitweise geschlossen / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Ukrainische Drohnenangriffe haben den Flugverkehr in Moskau nach russischen Angaben zeitweise lahmgelegt. Die vier Moskauer Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski mussten vorübergehend geschlossen werden, wie die russische Luftfahrtbehörde am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Das russische Verteidigungsministerium hatte am Morgen den Abschuss von 287 ukrainischen Drohnen gemeldet, 32 davon richteten sich demnach gegen Ziele in Moskau. Es handelte sich um einen der größten nächtlichen Angriffe seit Beginn der großangelegten russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022. Die russische Hauptstadt ist nur selten Ziel solcher Angriffe.

Wie russische Nachrichtenagenturen berichteten, wurden wegen der Drohnenangriffe hunderte Flüge gestrichen, verschoben oder auf andere Flughäfen umgeleitet. Davon war auch das Flugzeug von Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan betroffen, der zu einem Besuch in der russischen Hauptstadt erwartet wurde. Wie seine Sprecherin im Onlinedienst Facebook erklärte, konnte Paschinjan wegen der Schließung des Luftraums über Moskau dort nicht landen und flog stattdessen nach St. Petersburg.

Die Ukraine, deren Luftraum seit Beginn des Krieges im Februar 2022 geschlossen ist, meldete unterdessen 151 Drohnen- und drei Raketenangriffe der russischen Armee in der Nacht. Zudem gab der Chef der Militärverwaltung der ukrainischen Region Poltawa nächtliche russische Angriffe auf Energieanlagen bekannt. Dabei brachen demnach auch Brände aus.

Russland attackiert die Ukraine seit fast vier Jahren nahezu täglich mit Drohnen und Raketen. Wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf der Grundlage von Statistiken der ukrainischen Luftwaffe ergab, feuerte Russland in den vergangenen Monaten eine Rekordzahl an Drohnen und Raketen auf die Ukraine ab. Als Reaktion greift die Ukraine auch Russland regelmäßig mit Drohnen an und nimmt dabei insbesondere Militär- und Energieanlagen ins Visier.

Bemühungen um einen Waffenstillstand in der Ukraine blieben bisher ergebnislos. Am Mittwoch schickte die Ukraine nach Angaben aus Regierungskreisen eine überarbeitete Fassung eines US-Plans zur Beendigung des Konflikts nach Washington.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Trump ruft Putin zu Beendigung des Krieges in der Ukraine auf

Nach der Wiederaufnahme der russischen Angriffe auf die Ukraine hat US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Krieges aufgerufen. "Ich will, dass er den Krieg beendet", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) vor Journalisten im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass Putin die einwöchige Feuerpause nicht verlängert habe, antwortete Trump: "Ich würde mir das von ihm wünschen."

Trump und Kolumbiens Präsident Petro loben Treffen im Weißen Haus

Nach einem monatelangen Schlagabtausch haben US-Präsident Donald Trump und der kolumbianische Staatschef Gustavo Petro sich lobend über ihr Treffen im Weißen Haus geäußert. Sein erster Eindruck sei, dass das Treffen "positiv" gewesen sei, sagte Petro nach der Zusammenkunft unter Ausschluss der Öffentlichkeit am Dienstag vor Journalisten. Trump sagte, er habe sich "sehr gut verstanden" mit seinem kolumbianischen Kollegen.

Gazastreifen: Netanjahu schließt Beteiligung von Palästinenserbehörde an Verwaltung aus

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff eine Beteiligung der Palästinenserbehörde an der Verwaltung des Gazastreifens ausgeschlossen. Netanjahu habe "präzisiert, dass die Palästinenserbehörde auf keinen Fall beteiligt sein wird", erklärte das Büro des Ministerpräsidenten nach einem Treffen der beiden Männer am Dienstag.

Berater: Gaddafi-Sohn Seif al-Islam in seinem Haus in Libyen getötet

Einer der Söhne des verstorbenen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, Seif al-Islam Gaddafi, ist tot. Der 53-Jährige sei von vier Männern in seinem Haus getötet worden, sagte sein Berater Abdullah Othman Abdurrahim am Dienstag im Sender Libya al-Ahrar. "Vier Männer stürmten das Anwesen von Seif al-Islam Gaddafi, nachdem sie die Überwachungskameras ausgeschaltet hatten", sagte Abdurrahim. "Danach richteten sie ihn hin."

Textgröße ändern: