Pallade Veneta - Bundestag: Klöckner gedenkt Opfern von Anschlag in Sydney

Bundestag: Klöckner gedenkt Opfern von Anschlag in Sydney


Bundestag: Klöckner gedenkt Opfern von Anschlag in Sydney
Bundestag: Klöckner gedenkt Opfern von Anschlag in Sydney / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat der Opfer des tödlichen Anschlag auf eine jüdische Feier am Bondi Beach in Sydney gedacht. "Der Deutsche Bundestag trägt als Parlament eine besondere Verantwortung gegenüber Jüdinnen und Juden", sagte Klöckner am Mittwoch zu Beginn der Plenarsitzung. Aus der deutschen Geschichte folge der Auftrag, "die Stimme zu erheben, wenn Juden bedroht, beleidigt oder angegriffen werden".

Textgröße ändern:

"Wie viel mehr müssen wir dies tun, wenn Juden ermordet werden, weil sie ihren Glauben leben", betonte die Parlamentspräsidentin. Am Bondi Beach hätten Familien fröhlich das jüdische Lichterfest feiern wollen. "Was als Fest begann, endete in blankem Entsetzen", sagte Klöckner über den Anschlag mit 15 Toten und zahlreichen Verletzten. "Die Menschen starben, weil sie frei und sichtbar ihr Judentum lebten."

Die Bundestagspräsidentin prangerte zunehmenden Antisemitismus auch hierzulande an. "Australien liegt geografisch weit entfernt, doch ich kann heute nicht mit dem Finger auf die andere Seite der Erdkugel zeigen. Ich zeige auf uns in Deutschland." Klöckner fügte hinzu: "Der Hass auf Jüdinnen und Juden wird ständig offener und lauter. Der Hass wird wieder tödlich." Die Wahrheit sei: "Sydney hätte auch in Deutschland liegen können".

Am Sonntag hatten zwei Angreifer - Vater und Sohn - am weltberühmten Bondi Beach auf Teilnehmer einer Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka gefeuert und 15 Menschen getötet, darunter ein zehnjähriges Kind und einen Holocaust-Überlebenden. Dutzende Menschen wurden teils schwer verletzt.

Die australischen Behörden erklärten, es handele sich um einen antisemitischen Angriff. Australiens Premierminister Anthony Albanese sagte, die Täter seien offenbar von der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angetrieben worden.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

IWF stellt Weltwirtschaftsausblick vor

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt am Mittwoch in Washington (9.00 Uhr Ortszeit, 15.00 Uhr MESZ) seinen aktuellen Bericht zu den Perspektiven der Weltwirtschaft in diesem und im kommenden Jahr vor. Im April hatte der IWF für Deutschland nur noch ein Wachstum von 0,8 Prozent im laufenden Jahr vorhergesagt, das war eine deutliche Korrektur nach unten.

Bundestag berät über digitale Ermittlungsbefugnisse für Polizei

Der Bundestag befasst sich am Mittwoch in erster Lesung mit der Ausweitung digitaler Ermittlungsbefugnisse der deutschen Polizeibehörden (18.40 Uhr). Im Kampf gegen Terrorismus und Schwerkriminalität sollen sie technologisch aufgerüstet werden. Ein Gesetzespaket aus dem Bundesinnenministerium sieht unter anderem vor, dass die Behörden Daten künftig automatisiert und mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) analysieren können. Dabei werden die digitalen Ermittlungsbefugnisse erstmals auch auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.

Nato-Gipfel in Ankara geht nach Trump-Kritik weiter

In Ankara setzen die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten am Mittwoch ihr Gipfeltreffen fort. Auf der Tagesordnung stehen die weitere Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland sowie die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses. Überschattet wird das Treffen von der erneuten Kritik des US-Präsidenten Donald Trump an den Verbündeten.

Nach Tanker-Beschuss: USA greifen Iran "massiv" an - Teheran droht mit Vergeltung

Nach dem Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus hat die US-Armee nach eigenen Angaben neue "massive Angriffe" auf den Iran ausgeführt. Zudem setzte die Regierung in Washington am Dienstag die Ölsanktionen gegen den Iran wieder in Kraft. Washington macht für den Beschuss der Tanker die Führung in Teheran verantwortlich. Diese drohte mit Vergeltung für die neuen US-Angriffe.

Textgröße ändern: