Pallade Veneta - US-Senat verabschiedet Verteidigungsgesetz: Begrenzung für Truppenabzug in Europa

US-Senat verabschiedet Verteidigungsgesetz: Begrenzung für Truppenabzug in Europa


US-Senat verabschiedet Verteidigungsgesetz: Begrenzung für Truppenabzug in Europa
US-Senat verabschiedet Verteidigungsgesetz: Begrenzung für Truppenabzug in Europa / Foto: Daniel SLIM - AFP/Archiv

Der US-Senat hat am Mittwoch ein umfassendes Verteidigungsgesetz verabschiedet, das den erwarteten Truppenabzug in Europa begrenzen soll. Das mehr als 3000 Seiten starke Gesetzespaket sieht unter anderem vor, dass die Regierung von Präsident Donald Trump die Zahl der US-Soldaten in Europa nicht längerfristig unter 76.000 senken kann. Da das Repräsentantenhaus schon vergangene Woche grünes Licht gegeben hatte, kann das Gesetz nun Trump zur Unterzeichnung vorgelegt werden.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des Pentagon waren zuletzt rund 100.000 US-Soldatinnen und -Soldaten in Europa stationiert. Davon waren gut 65.000 fest im Einsatz, der Rest wurde rotierend entsandt. Laut dem National Defense Authorization Act (NDAA) könnte die US-Regierung die Zahl zwar auf unter 76.000 zurückfahren, aber nicht für länger als 45 Tage.

Das Gesetz, das jährlich vom Kongress verabschiedet wird, sieht für 2026 ein Verteidigungsbudget von rund 901 Milliarden Dollar vor (gut 770 Milliarden Euro). Das sind acht Milliarden Dollar mehr als Trumps Regierung im Mai gefordert hatte.

Gleichzeitig erteilt der US-Kongress der zunehmenden Abkehr der US-Regierung von der Nato und ihren wichtigsten Verbündeten in Europa mit dem Gesetz eine klare Abfuhr: Das NDAA sieht etwa zusätzliche Mittel für die Länder an der Ostflanke der Nato vor, insbesondere im Baltikum. Auch für die Unterstützung der Ukraine sind im kommenden Jahr rund 400 Millionen Dollar für US-Waffenkäufe eingeplant.

Das Gesetz wurde mit einer breiten parteiübergreifenden Mehrheit beschlossen: Im Senat gab es 77 Ja- und nur 20 Nein-Stimmen. Im tief gespaltenen Washington ist das eine Seltenheit. "Wir verlangen viel von den tapferen Amerikanern, die in Uniform dienen", hatte der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, John Thune, vor der Abstimmung gesagt. Er sei daher "stolz darauf", mit dem neuen Gesetz dazu beizutragen, "dass sie bekommen, was sie brauchen, um Amerika in einer gefährlichen Welt zu beschützen".

L.Barone--PV

Empfohlen

Myanmars Militärjunta-Chef Min Aung Hlaing zum Vizepräsidenten gewählt

In Myanmar ist der seit Jahren faktisch regierende Militärjunta-Chef Min Aung Hlaing von einer der beiden Parlamentskammern zum Vizepräsidenten gewählt worden - und rückt damit seinem Ziel näher, offizieller Präsident des Landes zu werden. "Das Unterhaus der gewählten Abgeordneten erklärt General Min Aung Hlaing zum Vizepräsidenten", sagte der Vorsitzende der Parlamentskammer, Khin Yi, nach der Abstimmung. Wie ein Parlamentsvertreter mitteilte, erhielt der Junta-Chef 247 der 260 Stimmen.

Nach Tod von UN-Soldaten im Libanon: Indonesien fordert Einhaltung des Völkerrechts

Nach dem Tod von drei indonesischen Blauhelmsoldaten im Südlibanon hat die Regierung in Jakata die Einhaltung des humanitären Völkerrechts angemahnt. Die Sicherheit der Friedenstruppen müsse "oberste Priorität" haben, erklärte am Dienstag der Sprecher des indonesischen Verteidigungsministeriums, Rico Ricardo Sirait. "Alle Konfliktparteien werden dringend aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die Sicherheit des Personals zur Friedenssicherung zu gewährleisten."

Nach Tod von Blauhelmsoldaten im Libanon: Indonesien fordert Einhaltung des Völkerrechts

Nach dem Tod von drei Blauhelmsoldaten der UN-Mission Unifil im Südlibanon hat Indonesien die Einhaltung des humanitären Völkerrechts angemahnt. Die Sicherheit der Friedenstruppen müsse "oberste Priorität" haben, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Jakarta, Rico Ricardo Sirait, am Dienstag. "Alle Konfliktparteien werden dringend aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die Sicherheit des Personals zur Friedenssicherung zu gewährleisten."

Gewalt an Frauen: Richterbund beklagt erhebliche Personallücken

Im Kampf gegen digitale Gewalt an Frauen hat der Deutsche Richterbund vor erheblichen Defiziten bei den Staatsanwaltschaften gewarnt. "Mit punktuellen Strafverschärfungen und weiteren Fortbildungsangeboten für Ermittler ist es nicht getan", sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Es sind eklatante Personallücken in den zuständigen Behörden, die eine wirksamere Strafverfolgung von Gewalt gegen Frauen und Kinder ausbremsen", sagte Rebehn.

Textgröße ändern: