Pallade Veneta - Chamenei warnt Türkei vor "schädlichen" Folgen einer Offensive in Nordsyrien

Chamenei warnt Türkei vor "schädlichen" Folgen einer Offensive in Nordsyrien


Chamenei warnt Türkei vor "schädlichen" Folgen einer Offensive in Nordsyrien
Chamenei warnt Türkei vor "schädlichen" Folgen einer Offensive in Nordsyrien / Foto: - - KHAMENEI.IR/AFP

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hat die Türkei vor einer Offensive im Norden Syriens gewarnt. Ein solcher Militäreinsatz würde "definitiv schädlich sein für Syrien, die Türkei und die Region", sagte Ayatollah Ali Chamenei laut einer Erklärung auf seiner Website bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Teheran. Eine Offensive werde "nicht zu den erwarteten politischen Maßnahmen der syrischen Regierung führen".

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"Der Terrorismus muss bekämpft werden, aber ein militärischer Angriff in Syrien wird auch den Terroristen nützen", betonte Chamenei. "Der Iran, die Türkei, Syrien und Russland müssen das Problem durch einen Dialog lösen."

Der iranische Staatschef Ebrahim Raisi wollte am Dienstag mit Erdogan und Kreml-Chef Wladimir Putin zu einem Gipfeltreffen in Teheran zusammenkommen. Dabei sollte es um die Lage im Syrien-Konflikt gehen.

Eine wichtige Rolle dürfte jedoch auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine spielen. Erdogan war bereits am Montagabend in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Am Dienstagmorgen traf er Raisi zu einem ersten Gespräch.

Der türkische Staatschef hat seit Ende Mai mehrfach einen neuen militärischen Angriff auf Gebiete im Norden Syriens angedroht. Erdogan will damit kurdische Kämpfer treffen, die er als "Terroristen" bezeichnet. Unter ihnen sind auch Kämpfer der syrisch-kurdischen YPG, die von den USA und einer internationalen Koalition im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt wurden. Die Türkei hatte seit 2016 schon drei Offensiven im Norden Syriens ausgeführt.

Ankara, Moskau und Teheran verfolgen in Syrien stark unterschiedliche Interessen. Während Russland und der Iran den syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützen, steht die Türkei auf der Seite einiger Rebellengruppen.

M.Jacobucci--PV

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