Pallade Veneta - Moskau veröffentlicht Video von angeblich gegen Putin-Residenz eingesetzter Drohne

Moskau veröffentlicht Video von angeblich gegen Putin-Residenz eingesetzter Drohne


Moskau veröffentlicht Video von angeblich gegen Putin-Residenz eingesetzter Drohne
Moskau veröffentlicht Video von angeblich gegen Putin-Residenz eingesetzter Drohne / Foto: Mikhail METZEL - POOL/AFP

Nach dem angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin hat Moskau nun Aufnahmen einer abgeschossenen Drohne veröffentlicht, die eine Attacke beweisen sollen. Das Verteidigungsministerium in Moskau verbreitete am Mittwoch ein Video, auf dem in einem Waldgebiet im Schnee liegende Überreste einer Drohne zu sehen sind, die bei dem Angriff eingesetzt und abgeschossen worden sein soll. Der angebliche Angriff sei "gezielt, sorgfältig geplant und in Etappen ausgeführt worden", erklärte das Ministerium.

Textgröße ändern:

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte Kiew beschuldigt, die Residenz in der Region Nowgorod zwischen Moskau und St. Petersburg im Nordwesten Russlands in der Nacht zum Montag mit 91 Drohnen angegriffen zu haben, die von der russischen Luftabwehr jedoch sämtlich abgefangen worden seien. Die Ukraine wies dies als "Lüge" zurück, mit der Moskau einen Vorwand schaffen wolle, um die Gespräche über eine Friedenslösung zu torpedieren. Kiew forderte zudem Beweise für die Anschuldigungen.

In dem nun von Moskau veröffentlichten Video ist ein Soldat mit vermummtem Gesicht neben den Überresten einer Drohne zu sehen. Er versichert darin, dass die Drohne einen Sprengsatz von sechs Kilo getragen habe.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warf Moskau am Mittwoch vor, mit seinen "unbegründeten Behauptungen" die Friedensanstrengungen für die Ukraine untergraben zu wollen. Es handele sich um eine "gezielte Ablenkung".

Die Vorwürfe aus Russland stellen den weiteren Verlauf der Gespräche über einen Frieden in der Ukraine in Frage. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte am Dienstag angekündigt, Russland werde nun eine härtere Verhandlungsposition einnehmen.

Die russische Armee veröffentlichte am Mittwoch auch eine Karte, auf der die angebliche Flugbahn der Drohnen zu sehen sein soll sowie die Zeugenaussage eines Mannes, der in einem Dorf in der Nähe der Putin-Residenz wohnen soll.

Das in den USA ansässige Institut für Kriegsstudien (ISW) äußerte Zweifel an der offiziellen russischen Darstellung. Es verwies am Dienstag darauf, dass es keine Amateur-Aufnahmen oder Bilder von russischen Medien gegeben habe, die sonst "üblicherweise" nach ukrainischen Angriffen im russischen Landesinneren veröffentlicht würden.

Als Antwort auf die russischen Angriffe in der Ukraine greift die ukrainische Armee regelmäßig Ziele in Russland an, manchmal weit entfernt von der Grenze. Solche Angriffe werden in der Regel von lokalen Medien oder in Onlinediensten wie Telegram gemeldet.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Trump droht mit "Vernichtung" der Ölinsel Charg und aller Kraftwerke im Iran

US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit der Zerstörung der iranischen Öl- und Energieinfrastruktur gedroht. Falls die iranische Führung nicht bald einem Abkommen zur Beendigung des Krieges zustimme, würden die USA alle Kraftwerke, Ölfelder und die für den Ölexport wichtige Insel Charg "in die Luft jagen und vollständig vernichten", erklärte Trump am Montag. Zugleich äußerte er aber erneut die Hoffnung auf eine baldige Verhandlungslösung.

US-Botschaft in Venezuela nach sieben Jahren wieder geöffnet

Nach rund siebenjähriger Schließung hat die US-Botschaft in Venezuela ihre Arbeit wiederaufgenommen. Das US-Außenministerium erklärte am Montag in Washington, damit werde ein neues Kapitel der diplomatischen Präsenz in Venezuela aufgeschlagen. Die Wiedereröffnung stärke die Fähigkeit der USA, "direkt mit der Übergangsregierung Venezuelas, der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor zusammenzuarbeiten".

Mutmaßlicher russischer Spion in Nordrhein-Westfalen festgenommen

Ermittler haben im nordrhein-westfälischen Hagen einen mutmaßlichen russischen Spion festgenommen. Der ukrainische Staatsbürger sei bereits am Freitag gefasst und am Samstag in Untersuchungsaft genommen worden, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Montag mit. Der Beschuldigte soll im Auftrag eines russischen Geheimdienstes in Deutschland einen Mann ausgespäht haben, der für die Ukraine gegen Russland kämpfte.

Neue Preisregel für Tankstellen ab Mittwoch - Spritpreis steigt wieder

Die neuen Preisregeln für Tankstellen soll ab Mittwoch gelten, die Preise an den Zapfsäulen dürfen dann nur noch ein Mal am Tag steigen, nämlich mittags. Am Dienstag würden die letzten Formalitäten erledigt, damit das Gesetz in Kraft treten kann, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Montag. Weitere Entlastungen für Verbraucher soll es demnach vorerst nicht geben, bis nach Ostern würden nun zunächst Optionen geprüft.

Textgröße ändern: