Pallade Veneta - Anschlagspläne: In Magdeburg gefasster 21-Jähriger nach Tadschikistan ausgereist

Anschlagspläne: In Magdeburg gefasster 21-Jähriger nach Tadschikistan ausgereist


Anschlagspläne: In Magdeburg gefasster 21-Jähriger nach Tadschikistan ausgereist
Anschlagspläne: In Magdeburg gefasster 21-Jähriger nach Tadschikistan ausgereist / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Ein in Magdeburg wegen Anschlagsplänen in Gewahrsam genommener 21-Jähriger ist in sein Heimatland Tadschikistan ausgereist. Wie das Innenministerium von Sachsen-Anhalt am Sonntag mitteilte, erfolgte die Ausreise am Samstag "auf Veranlassung des Ministeriums" und "kontrolliert". Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden hatte der Mann demnach "eine schwere Gewalttat" aus einer "islamistischen Motivation" heraus geplant.

Textgröße ändern:

"Die kontrollierte Ausreise wurde in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesbehörden koordiniert", erklärte das Ministerium weiter. Zugleich sei gegen den Mann eine Abschiebungsanordnung erlassen worden, mit der ein unbefristetes Einreiseverbot und ein dauerhaftes Aufenthaltsverbot verhängt worden seien.

Landesinnenministerin Tamara Zieschang (CDU) dankte den Sicherheitsbehörden "für ihre wachsame und akribische Arbeit". Sie hätten sich "eng abgestimmt und Hand in Hand gearbeitet – von den polizeilichen Maßnahmen über die Ingewahrsamnahme und Vorbereitungshaft bis hin zur kontrollierten Ausreise".

Der Mann war am 12. Dezember in Gewahrsam genommen worden - laut Innenministerium, "um die Durchführung der von ihm geäußerten Anschlagspläne auf größere Menschenmengen zu verhindern". Nach Angaben Zieschangs war er im Juni 2024 mit einem Visum als Au Pair nach Deutschland gekommen.

Nach einigen Monaten begann er im März vergangenen Jahres eine Ausbildung als Pflegekraft und besaß daher eine rechtmäßige Aufenthaltserlaubnis. Vor seiner Festnahme radikalisierte er sich zuletzt. Unter anderem interessierte er sich laut Zieschang "für Schießtrainings und für Waffen".

Bei Durchsuchungen wurden "verfahrensrelevante Inhalte", aber keine Waffen und kein Sprengstoff gefunden. Die Anschlagspläne bezogen sich laut den Behörden nicht konkret auf die Landeshauptstadt Magdeburg. Auch war der Verdächtige zuvor nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Am 20. Dezember 2024 war ein Mann mit einem Mietwagen über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast. Sechs Menschen, darunter ein neunjähriger Junge, wurden getötet. Mehr als 300 Menschen wurden zudem verletzt. Der Prozess gegen den Tatverdächtigen läuft derzeit vor dem Magdeburger Landgericht.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Festnahmen in Türkei vor Nato-Gipfel in Ankara - Kritik der Opposition

Zwei Tage vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara sind in der Türkei laut Medienberichten erneut mehrere Journalisten und Bürgerrechtler festgenommen worden. Nach Angaben der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" gab es bei Einsätzen in mehreren Provinzen des Landes am Sonntag dutzende Festnahmen. Ziel sei es offenbar, "Demokraten, Linke und die Presse einzuschüchtern", sagte der Anwalt Erman Öztürk der Nachrichtenagentur AFP.

US-Innenminister: Aufmarsch von Rechtsextremen ist Ausdruck von Meinungsfreiheit

Der Aufmarsch einer rechtsextremen Gruppe am 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten ist nach Ansicht der Regierung in Washington ein Ausdruck der Meinungsfreiheit in den USA. Innenminister Doug Burgum sagte am Sonntag im Sender CNN, die Gruppe stünde zwar für nichts, dem er irgendwie zustimmen könnte, aber eines der grundlegenden Prinzipien der USA, "das Demokratie so chaotisch macht", sei die Freiheit, seine Meinung sagen zu dürfen.

Rund 1,5 Millionen Menschen feiern Christopher Street Day in Köln

In Köln haben am Sonntag nach Angaben des Veranstalters rund 1,5 Millionen Menschen den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Allein für den farbenfrohen Umzug mit rund hundert Festwagen durch die Innenstadt waren rund 60.000 Teilnehmende angemeldet, er wurde von hunderttausenden Schaulustigen und Feiernden gesäumt.

AfD erhebt Machtanspruch und stärkt Doppelspitze - begleitet von Protesten

Mit gestärkter Doppelspitze hat die AfD einen klaren Machtanspruch mit Blick auf die anstehenden Wahlen formuliert. Beim Bundesparteitag in Erfurt bestätigten die Delegierten die beiden Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla am Wochenende im Amt. Beide äußerten das klare Ziel einer Regierungsübernahme nach den anstehenden Landtagswahlen und auch im Bund. Begleitet wurde der Parteitag von massiven Protesten in der thüringischen Landeshauptstadt, die weitgehend friedlich verliefen.

Textgröße ändern: