Pallade Veneta - CSU nennt AfD "Erzfeind": Sorge um jüdisches Leben

CSU nennt AfD "Erzfeind": Sorge um jüdisches Leben


CSU nennt AfD "Erzfeind": Sorge um jüdisches Leben
CSU nennt AfD "Erzfeind": Sorge um jüdisches Leben / Foto: Michaela STACHE - AFP

Die CSU hat die AfD zum "Erzfeind" erklärt. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sagte am Dienstag am Rande der Klausurtagung der Landesgruppe im Bundestag im oberbayerischen Kloster Seeon, die AfD verrate alles, was Deutschland groß gemacht habe und wofür die Union stehe. Dabei nannte Hoffmann die Anbindung an den Westen sowie die feste Verankerung in der Nato und im EU-Binnenmarkt.

Textgröße ändern:

Hoffmann sagte, es werde keine Zusammenarbeit der Union mit der AfD geben, sie sei "nichts weniger als der Erzfeind". "Erzfeinde muss man bekämpfen, weil sie wollen einen zerstören - und mit jemandem, der einen zerstören will, kann man nicht zusammenarbeiten."

Der Chef der Bundestagsabgeordneten der CSU wählte seine deutlichen Worte zu Beginn eines Besuchs des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bei der Klausurtagung. Schuster hatte nachdrücklich vor einer Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt.

Schuster sagte, die Situation für Juden in Deutschland sei zuletzt noch problematischer geworden. Er sehe von der islamistischen Seite, von der linksextremen Seite und von der rechtsextremen Seite eine Bedrohung jüdischen Lebens.

Schuster warnte ausdrücklich vor einer Beteiligung der AfD an einer Bundesregierung. Mit solch einer Regierung könne er sich jüdisches Leben in Deutschland "nicht mehr als kompatibel vorstellen".

Derzeit gebe es nur wenig Auswanderung von Juden aus Deutschland aus politischen Gründen. Sollte die AfD irgendwann mit an die Bundesregierung kommen, würde sich voraussichtlich "eine große Anzahl" von Juden überlegen, Deutschland zu verlassen, sagte der Zentralratspräsident.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

AfD erhebt Machtanspruch und stärkt Doppelspitze - begleitet von Protesten

Mit gestärkter Doppelspitze hat die AfD einen klaren Machtanspruch mit Blick auf die anstehenden Wahlen formuliert. Beim Bundesparteitag in Erfurt bestätigten die Delegierten die beiden Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla am Wochenende im Amt. Beide äußerten das klare Ziel einer Regierungsübernahme nach den anstehenden Landtagswahlen und auch im Bund. Begleitet wurde der Parteitag von massiven Protesten in der thüringischen Landeshauptstadt, die weitgehend friedlich verliefen.

Anti-AfD-Proteste in Erfurt: Positive Polizeibilanz - Bündnis verteidigt Blockaden

Nach dem von Protesten und Blockaden begleiteten AfD-Bundesparteitag in Erfurt hat die Thüringer Polizei eine positive Einsatzbilanz gezogen. Angesichts zehntausender Versammlungsteilnehmer sei das Wochenende "überwiegend friedlich" verlaufen, erklärte die Landespolizeidirektion am Sonntag in Erfurt. Trotz des weitgehend ungestörten Ablaufs des AfD-Bundesparteitags in Erfurt wertete das linke Bündnis "Widersetzen" die Blockaden gegen die Veranstaltung als Erfolg.

"Wir werden siegen": AfD-Spitze bekräftigt zum Ende des Parteitags Machtanspruch

Zum Abschluss des AfD-Parteitages hat die Parteiführung ihren Machtanspruch bekräftigt. "Die AfD ist da, um zu siegen. Und wir werden siegen und wir werden regieren", sagte Ko-Parteichef Tino Chrupalla am Sonntag vor den Delegierten in Erfurt. "Wir müssen endlich aus der Opposition in die Regierung kommen. Wir sind bereit dazu. Wir wollen regieren."

Polizeibilanz zu Protesten gegen AfD in Erfurt: "Überwiegend friedlich"

Zum Einsatz bei dem von Protesten und Blockaden begleiteten AfD-Bundesparteitag in Erfurt hat die Thüringer Polizei eine positive Bilanz gezogen. Angesichts zehntausender Versammlungsteilnehmer sei das Einsatzwochenende "überwiegend friedlich" verlaufen, teilte die Landespolizeidirektion am Sonntag abschließend in Erfurt mit. Demnach wurden bis Sonntagmittag 65 Straftaten und 13 Ordnungswidrigkeiten erfasst.

Textgröße ändern: