Pallade Veneta - Neue Proteste im Iran trotz Internetblockade

Neue Proteste im Iran trotz Internetblockade


Neue Proteste im Iran trotz Internetblockade
Neue Proteste im Iran trotz Internetblockade / Foto: - - UGC/AFP

Im Iran hat es am Freitagabend erneut Proteste gegeben. Trotz des harten Vorgehens der iranischen Sicherheitskräfte und einer Internetblocke versammelte sich wieder eine große Menschenmenge in der Hauptstadt Teheran, wie von der Nachrichtenagentur AFP verifizierte Videos zeigten. Die Demonstrierenden im Stadtteil Sadatabad schlugen auf Töpfe und riefen Sprechchöre wie "Tod Chamenei", die sich gegen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei richteten.

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Auch in anderen Stadtteilen Teherans gab es Proteste, wie auf weiteren Aufnahmen in Onlinenetzwerken zu sehen war. Persischsprachige Exilsender zeigten auch Bilder neuer Proteste in anderen iranischen Städten, darunter Maschhad im Osten des Landes, Täbris im Norden und Kom südlich von Teheran.

In der Nacht zum Freitag war es im Iran zu den größten Demonstrationen seit Beginn der Protestwelle vor fast zwei Wochen gekommen. In mehreren Städten richteten Demonstrierende wütende Slogans gegen die religiöse und politische Führung des Landes. Landesweit wurde daraufhin von den Behörden das Internet abgeschaltet.

Die Proteste hatten sich am Zorn über die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage entzündet. Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen wurden in den knapp zwei Wochen seit Beginn der Proteste mindestens 51 Demonstrierende getötet, darunter neun Minderjährige, und hunderte weitere verletzt.

US-Präsident Donald Trump drohte wegen der Proteste im Iran derweil erneut mit einem Militäreinsatz. "Der Iran steckt in großen Schwierigkeiten", sagte Trump. Noch vor wenigen Wochen habe niemand so große Proteste in iranischen Städten für möglich gehalten. Seine Botschaft an die Führung in Teheran laute daher: "Fangt besser nicht an zu schießen, denn dann werden wir auch anfangen zu schießen."

"Wenn sie anfangen, Menschen zu töten, wie sie es in der Vergangenheit getan haben, werden wir uns einmischen", fügte der US-Präsident hinzu. Das bedeute nicht, Bodentruppen in den Iran zu schicken, "sondern dass wir sie dort, wo es weh tut, sehr, sehr hart treffen".

Im Juni hatten die USA bereits Atomanlagen im Iran angegriffen. Am Sonntag hatte Trump der Führung in Teheran dann erneut gedroht, weil sie die seit knapp zwei Wochen anhaltenden Proteste gewaltsam unterdrückt. Der Iran werde "sehr hart getroffen" werden, wenn weitere Demonstranten getötet würden, sagte der US-Präsident.

O.Pileggi--PV

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