Pallade Veneta - Bei Dobrindt-Besuch: Deutschland und Israel unterzeichnen Sicherheitspakt

Bei Dobrindt-Besuch: Deutschland und Israel unterzeichnen Sicherheitspakt


Bei Dobrindt-Besuch: Deutschland und Israel unterzeichnen Sicherheitspakt
Bei Dobrindt-Besuch: Deutschland und Israel unterzeichnen Sicherheitspakt / Foto: Jim WATSON - AFP/Archiv

Deutschland und Israel haben einen Sicherheitspakt unterzeichnet, um die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung und der Abwehr von Cyberangriffen auszubauen. Dies teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Sonntagabend mit. Er verwies auf die Gefahr durch den Iran und seine Verbündeten. Diese bedrohten "nicht nur Israel, sondern auch die regionale Stabilität und die internationale Sicherheit". Der Sicherheitspakt wurde von Netanjahu und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) unterzeichnet.

Textgröße ändern:

Die Initiative formalisiert laut der Erklärung eine umfassende Sicherheitspartnerschaft zwischen den Sicherheitsapparaten beider Länder. Im vergangenen Monat hatte Berlin eine Erweiterung im Wert von 3,1 Milliarden US-Dollar (etwa 2,7 Milliarden Euro) eines Vertrags für das Raketenabwehrsystem Arrow 3 genehmigt, das in Israel hergestellt und mit Unterstützung der USA entwickelt wurde. Das mobile Luftabwehrsystem ist in der Lage, ballistische Raketen oberhalb der Atmosphäre abzufangen, die aus einer Entfernung von bis zu 2400 Kilometern abgefeuert wurden.

Vor dem Treffen mit Netanjahu führte Außenminister Gideon Saar Gespräche mit Dobrindt. Er habe "einen lieben Freund und entschlossenen Verbündeten Israels begrüßen dürfen", führte der israelische Außenminister im Onlinedienst X aus. Bei der Gelegenheit habe er "noch einmal bekräftigt, dass es nun an der Zeit ist, die iranischen Revolutionsgarden im Rahmen der Europäischen Union als terroristische Organisation einzustufen".

D.Vanacore--PV

Empfohlen

American University in Beirut setzt nach Drohungen Teherans Präsenzunterricht aus

Nach Drohungen Teherans gegen US-Universitäten in der Golfregion hat die American University in der libanesischen Hauptstadt Beirut den Präsenzunterricht für zwei Tage ausgesetzt. Auch wenn "derzeit keine Hinweise auf direkte Drohungen gegen unsere Universität, ihre Campusgelände oder medizinischen Zentren" vorlägen, werde die Arbeit an der Hochschule "aus größter Vorsicht am Montag und Dienstag vollständig online" stattfinden, erklärte der Präsident der US-Universität, Fadlo Khouri, am Sonntag mit. Lehrveranstaltungen und Prüfungen würden ebenfalls online abgehalten werden.

Iranische Führung veröffentlicht neue Botschaft von Modschtaba Chamenei

Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichteten die Staatsmedien am Sonntag.

Berlin, Paris, Rom und London besorgt über israelische Pläne für Todesstrafe

Die Bundesregierung und die Regierungen von Großbritannien, Frankreich und Italien haben sich "zutiefst besorgt" über ein israelisches Gesetzesvorhaben zur Ausweitung der Todesstrafe geäußert. Besonders beunruhigend sei der "faktisch diskriminierende Charakter" des Gesetzentwurfs, betonten die Außenminister der vier Staaten in einer am Sonntagabend veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Die für Montag geplante Verabschiedung des Gesetzes im Parlament drohe "Israels Bekenntnis zu demokratischen Prinzipien zu untergraben".

Chiles ultrarechte Regierung will Colonia Dignidad nicht mehr enteignen

Die neue ultrarechte Regierung in Chile will eine Entscheidung zur Enteignung der früheren deutschen Siedlung Colonia Dignidad rückgängig machen. Die Regierung unter dem ultrarechten Präsidenten José Antonio Kast werde eine entsprechende Anordnung erlassen, sagte Wohnungsminister Iván Poduje am Sonntag der Zeitung "La Tercera".

Textgröße ändern: