Pallade Veneta - Stiftung: US-Bürgerrechtsaktivistin Claudette Colvin mit 86 Jahren gestorben

Stiftung: US-Bürgerrechtsaktivistin Claudette Colvin mit 86 Jahren gestorben


Stiftung: US-Bürgerrechtsaktivistin Claudette Colvin mit 86 Jahren gestorben
Stiftung: US-Bürgerrechtsaktivistin Claudette Colvin mit 86 Jahren gestorben / Foto: Julie Bennett - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die US-Bürgerrechtsaktivistin Claudette Colvin ist nach Angaben ihrer Stiftung im Alter von 86 Jahren gestorben. Colvin "hinterlässt ein Vermächtnis des Mutes, das dazu beigetragen hat, den Lauf der amerikanischen Geschichte zu verändern", erklärte ihre Stiftung am Dienstag.

Textgröße ändern:

Die damals 15 Jahre alte Afroamerikanerin Colvin hatte sich 1955 geweigert, ihren Sitzplatz in einem Bus in Montgomery im US-Bundesstaat Alabama für eine weiße Frau aufzugeben. Die Jugendliche wurde wegen Störung der öffentlichen Ordnung kurzzeitig festgenommen. Monate später trug Rosa Parks in derselben Stadt mit einer ähnlichen Protestaktion gegen die Rassentrennung in den US-Südstaaten zur Entstehung der modernen Bürgerrechtsbewegung in den USA bei.

"Ich blieb sitzen, weil die Dame sich auf den Sitzplatz mir gegenüber hätte setzen können", hatte Colvin 2023 zu Journalisten in Paris gesagt. "Die Leute fragen mich, warum ich mich weigerte, mich zu bewegen und ich sage: Ich war von der Geschichte an den Platz gefesselt."

Ein Jahr nach Colvins Protest reichte sie gemeinsam mit drei weiteren schwarzen Frauen Klage gegen die Rassentrennung in den Bussen in Montgomery ein. Die Klage war erfolgreich und hatte Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr in den gesamten USA, darunter in Zügen, Flugzeugen und Taxis.

Colvins Rolle in der US-Bürgerrechtsbewegung war jedoch weniger anerkannt als die von Parks, die zum Zeitpunkt ihres Protests bereits ein wichtiges Mitglied des Ortsverbands der Bürgerrechtsorganisation NAACP gewesen war. Parks' Festnahme löste einen einjährigen Busboykott in Montgomery aus, der dem Bürgerrechtsaktivisten Martin Luther King Jr. zu nationaler Bekanntheit verhalf.

Die 1939 in Alabama geborene Colvin wurde später von der Bürgerrechtsbewegung geächtet, als sie unverheiratet schwanger wurde. Erst später in ihrem Leben erlangte sie Anerkennung für ihren Beitrag zum Ende der Rassentrennung.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

US-Unabhängigkeitstag: Vance verbittet sich Kritik an den USA

Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA hat US-Vizepräsident JD Vance Kritik an den Vereinigten Staaten zurückgewiesen. "Sie werden heute einige kleine, aber laute Stimmen hören, die wie besessen nicht von unserer nationalen Größe, sondern von unseren nationalen Unvollkommenheiten sprechen", sagte Vance am Samstag in einer Rede im New Yorker Hafen, die er an Bord des Kampfschiffs "USS Kearsarge" hielt.

Beginn der Trauerfeiern im Iran: Tausende Anhänger nehmen Abschied von Chamenei

Massenandrang in Teheran zum Beginn der sechstägigen offiziellen Trauerfeierlichkeiten für den getöteten obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei: Tausende Menschen, einige mit Tränen in den Augen, sind am Samstag zum Moschee-Komplex der Großen Mosalla von Teheran geströmt, um dem langjährigen Machthaber die letzte Ehre zu erweisen. Auch Vertreter der radikalislamischen Hamas und der von Teheran unterstützten Hisbollah-Miliz nahmen an der Zeremonie teil.

Ukraine greift St. Petersburg mit Drohnen an - Kiew dementiert russische Eroberung im Donbass

Die Ukraine hat massive Drohnenangriffe auf Russland ausgeführt und dabei insbesondere die Stadt St. Petersburg ins Visier genommen. In der Nacht zu Samstag habe die Luftabwehr fast 500 Drohnen abgefangen, teilte das russische Verteidigungsministerium am Samstag mit. Derweil dementierte Kiew die von Russland verkündete Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer "weiteren russischen Lüge".

AfD bestätigt Doppelspitze im Amt - und will in Zukunft regieren

Die AfD im Umfragehoch hat bei ihrem Bundesparteitag in Erfurt die Doppelspitze im Amt bestätigt - und einen klaren Machtanspruch formuliert: Sie will künftig regieren. Parteichefin Alice Weidel ging mit 81,3 Prozent der Delegiertenstimmen gestärkt aus der Wahl hervor, der Ko-Vorsitzende Tino Chrupalla bekam mit 70 Prozent einen Dämpfer. Beide schworen die in Teilen rechtsextreme Partei auf das nächste Ziel ein: die Übernahme von Regierungsverantwortung. Begleitet wurde der Parteitag vom Protest zehntausender Demonstrierender.

Textgröße ändern: