Pallade Veneta - USA senken Zollsatz für Taiwan auf 15 Prozent -Taipeh will investieren

USA senken Zollsatz für Taiwan auf 15 Prozent -Taipeh will investieren


USA senken Zollsatz für Taiwan auf 15 Prozent -Taipeh will investieren
USA senken Zollsatz für Taiwan auf 15 Prozent -Taipeh will investieren / Foto: I-Hwa CHENG - AFP/Archiv

Die Vereinigten Staaten haben eine Handelseinigung mit Taiwan bestätigt. Die USA senken den Zollsatz für Taiwan auf 15 Prozent ab, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Taiwan habe im Gegenzug "neue Direktinvestitionen von insgesamt mindestens 250 Milliarden Dollar" (rund 215 Milliarden Euro) in den USA zugesagt.

Textgröße ändern:

Die Investitionen sollten in die Halbleiterindustrie in den USA sowie in Künstliche Intelligenz fließen, hieß es weiter. Sektorspezifische Zölle auf taiwanische Autoteile, Holz und Holzprodukte werden dem US-Handelsministerium zufolge ebenfalls auf 15 Prozent begrenzt, während allgemeine Arzneimittel und bestimmte Rohstoffe keinen Zöllen unterliegen werden.

Der taiwanische Regierungschef Cho Jung-tai lobte die Unterhändler und sprach in einer Erklärung von einem "schwer erkämpften" Handelsabkommen. Taipeh erklärte, der neue Zollsatz werde nicht zusätzlich zu den bestehenden Zöllen erhoben.

Taiwanische Unternehmen zeigten sich dennoch besorgt. Mit den Zöllen in Höhe von 15 Prozent liege Taiwan zwar nun "auf Augenhöhe mit unseren Hauptkonkurrenten Südkorea und Japan", erklärte der Vertriebsleiter des taiwanischen Werkzeugmaschinenherstellers Litz Hitech Corp, Chris Wu. Angesichts der einstelligen Gewinnmargen des Unternehmens sei es jedoch "unmöglich", die Zölle für US-Kunden zu verkraften, fügte er hinzu.

Taiwan hatte bereits am Dienstag eine Grundsatzeinigung mit Washington verkündet. Die taiwanischen Behörden sprachen von einer "bevorzugten Behandlung" für "Halbleiter, Halbleiterderivate und andere Artikel" aus Taiwan.

Taipeh und Washington hatten im April mit Verhandlungen über ein Handelsabkommen begonnen, nachdem US-Präsident Donald Trump Zölle in Höhe von 32 Prozent auf taiwanische Importe verhängt hatte, die später auf 20 Prozent reduziert wurden. Daraufhin sagte der taiwanische Präsident Lai Ching-te zu, die Investitionen in den USA anzukurbeln und die Verteidigungsausgaben Taiwans zu erhöhen.

Taiwans Außenhandelsüberschuss mit den USA war im Jahr 2024 mit knapp 74 Milliarden Dollar (aktuell rund 65,1 Milliarden Euro) der siebthöchste der Welt. Die Insel exportiert vor allem Informations- und Technologieprodukte in die USA.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte: Reden von Irans Präsident Peseschkian und Selenskyj erwartet

Bei den Vereinten Nationen in New York wird am Mittwoch die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs fortgesetzt (15.00 Uhr MESZ). Als Redner werden unter anderem der iranische Staatschef Massud Peseschkian erwartet sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Den Auftakt macht der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa.

Marokkaner wählen neues Parlament

Nach einem Wahlkampf mit den zentralen Themen Kaufkraft, Arbeit und soziale Ungleichheit wird in Marokko am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Nach der Wahl der 395 Mitglieder des Repräsentantenhauses kann die stärkste Partei den Regierungschef bestimmen, der von König Mohammed VI. ernannt wird. Der Monarch des nordafrikanischen Landes gibt in strategischen Bereichen den Kurs vor.

Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich"

Zwischen Zuckerbrot und Peitsche: US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Gesprächsanlauf mit dem Iran bekanntgegeben - nachdem er der Islamischen Republik zuvor erneut mit "Vernichtung" gedroht hatte. Trump sprach am Dienstag in New York von einem "sehr produktiven Treffen". In seiner Rede bei der UN-Generaldebatte hatte er gesagt, der Iran habe die Wahl zwischen "Größe" und "Auslöschung". Am Mittwochvormittag (Ortszeit) soll Irans Präsident Massud Peseschkian vor der UN-Vollversammlung sprechen.

Selenskyj: Kiew zu Ende von Angriffen auf Energieanlagen bereit - bei Zusage aus Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt - im Falle einer entsprechenden Zusage aus Moskau hinsichtlich ukrainischer Energieinfrastruktur. "Wir sind zu jeder Art von Energie-Waffenstillstand bereit", falls Moskau zustimme, "unser Energiesystem nicht anzugreifen", sagte Selenskyj am Dienstag vor Journalisten am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Textgröße ändern: