Pallade Veneta - Linke kritisiert Warkens Vorstoß zu höheren Zuzahlungen für Versicherte

Linke kritisiert Warkens Vorstoß zu höheren Zuzahlungen für Versicherte


Linke kritisiert Warkens Vorstoß zu höheren Zuzahlungen für Versicherte
Linke kritisiert Warkens Vorstoß zu höheren Zuzahlungen für Versicherte / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Die Linkspartei hat Überlegungen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zu höheren Zuzahlungen für Krankenversicherte scharf kritisiert. Wer zur Verhinderung von Beitragssteigerungen über so etwas nachdenke, "will die Arbeitgeber auf Kosten der Versicherten entlasten", sagte Fraktionschef Sören Pellmann am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Es sei klar: "Diese Gesundheitsministerin vertritt nicht die Interessen der Versicherten."

Textgröße ändern:

Pellmann nahm damit Bezug auf ein Interview, das die Ministerin zuvor der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gegeben hatte. Darin hatte sie auf die Frage nach der finanziellen Ausstattung der Kassen gesagt, sie gehe "von einem zweistelligen Milliardenbetrag aus, den wir ab 2027 einsparen müssen". Sie mahnte dabei eine "ausgewogene Lösung" an und fügte hinzu: "Auch Zuzahlungen für Patienten sind nicht Tabu, etwa bei Medikamenten und Hilfsmitteln, die wurden über 20 Jahre nicht erhöht."

Pellmann gab zu bedenken, dass die Beiträge gemeinsam von Versicherten und Arbeitgebern gezahlt würden, Zuzahlungen die Versicherten hingegen alleine zahlten. "Die Beitragssätze sind nicht deswegen zu hoch, weil die Versicherten zu wenig zuzahlen", sagte er AFP. "Selbst bei einer Erhöhung aller Zuzahlungen um 50 Prozent kämen weniger als 2,5 Milliarden Euro zusammen, was den Beitragssatz gerade mal um gut 0,1 Prozentpunkte entlasten würde", fuhr er fort.

Bezahlbare Beitragssätze seien nur dann möglich, wenn auch Menschen mit hohen Einkommen "gerecht an der Finanzierung beteiligt" würden. So müsse etwa die Beitragsbemessungsgrenze deutlich erhöht oder abgeschafft werden und auch auf Kapitaleinkommen müsse ein Beitrag erhoben werden, forderte der Linken-Politiker. Schließlich müssten auch die Privatversicherten "in die Solidarität einbezogen werden".

Die Krankenversicherung und auch die Pflegeversicherung in Deutschland haben mittlerweile Milliardendefizite angehäuft, weshalb diese vor immer weiter steigenden Beiträgen warnen. Die Regierung brachte zuletzt lediglich ein kleines Sparpaket für das laufende Jahr auf den Weg. Sie steht aber auch von Arbeitgeberseite gehörig unter Druck, das System grundlegend zu modernisieren.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Polizei: Rund 20.000 Menschen protestieren in Erfurt gegen AfD-Parteitag

Am Samstagmorgen haben nach Angaben der Polizei rund 20.000 Menschen in Erfurt gegen den Bundesparteitag der AfD demonstriert. Durch Blockaden von Protestierenden im Stadtgebiet und im Umland komme es weiterhin zu massiven Verkehrsbehinderungen, teilte die Polizei mit. Größere Kundgebungen bewegten sich mit teils mehreren tausend Teilnehmenden Richtung Innenstadt und Messe, wo der AfD-Parteitag gegen 10.00 Uhr eröffnet werden sollte.

AfD-Parteitag in Erfurt: Massive Verkehrsblockaden - Polizei spricht von 15.000 Demonstranten

Vor dem AfD-Parteitag in Erfurt haben Gegendemonstranten mehrere Hauptverkehrsstraßen blockiert und somit massive Behinderungen verursacht. Wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte, blockierten jeweils hunderte Protestierende die Autobahn A 71 am Erfurter Kreuz und die Bundesstraßen B 7 und B 4. Der öffentliche Nahverkehr kam teilweise zum Erliegen. Insgesamt befanden sich demnach rund 15.000 Demonstranten in der Stadt. Der Großteil der AfD-Delegierten erreichte unterdessen laut Polizei bereits den Veranstaltungsort.

Massenandrang zu Beginn der Trauerfeiern für Chamenei im Iran

Im Iran haben die offiziellen Trauerfeierlichkeiten für den getöteten langjährigen obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei begonnen. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP, strömten Tausende Menschen am Samstagmorgen zur Mosalla von Teheran, einem weitläufigen Moschee-Komplex, in den der Sarg bereits am Freitag gebracht worden war. Das Staatsfernsehen meldete den offiziellen Beginn der öffentlichen Trauerfeiern.

Massive Verkehrsbehinderungen durch Proteste gegen AfD-Parteitag in Erfurt

Vor dem AfD-Parteitag in Erfurt kommt es durch Blockaden von Gegendemonstranten zu massiven Verkehrsbehinderungen. Unter anderem blockierten nach Angaben der Polizei am Samstagmorgen rund 300 Menschen die Autobahn A 71, diese wurde auf einer Teilstrecke komplett gesperrt. Zudem waren nach Angaben der Polizei mehrere Zufahrtsstraßen in die Stadt durch Demonstranten blockiert. Der öffentliche Nahverkehr kam teilweise zum Erliegen.

Textgröße ändern: