Pallade Veneta - Kanadischer Premier verkündet vorläufiges Abkommen mit China über Visa und Zölle

Kanadischer Premier verkündet vorläufiges Abkommen mit China über Visa und Zölle


Kanadischer Premier verkündet vorläufiges Abkommen mit China über Visa und Zölle
Kanadischer Premier verkündet vorläufiges Abkommen mit China über Visa und Zölle / Foto: Arif Kartono, ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Beim Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney in Peking haben sich China und Kanada am Freitag auf Erleichterungen bei Zöllen und dem Import von E-Autos geeinigt. Nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping verkündete Carney, die beiden Länder hätten ein vorläufiges, aber "bahnbrechendes" Abkommen mit China "zur Beseitigung von Handelsbarrieren und zur Senkung von Zöllen" erzielt.

Textgröße ändern:

Im Zuge der Übereinkunft soll China demnach Einfuhrzölle auf Rapsprodukte bis zum 1. März von derzeit 84 Prozent auf rund 15 Prozent senken. Kanada ist einer der größten Rapsproduzenten. Außerdem ist geplant, dass China kanadische Reisende visumsfrei ins Land einreisen lässt. Im Gegenzug wird Kanada 49.000 chinesische E-Autos zu einem neuen, begünstigten Zollsatz von 6,1 Prozent ins Land lassen.

Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit Jahren angespannt. 2018 war die Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei auf Betreiben der USA in Kanada festgenommen worden, daraufhin wurden in China zwei Kanadier auf Grundlage von Spionagevorwürfen festgenommen.

Zudem soll China sich in die kanadischen Wahlen in den Jahren 2019 und 2021 eingemischt haben - was Peking zurückwies. Kanada hat außerdem deutliche Kritik am Vorgehen der chinesischen Behörden gegen die Demokratiebewegung in Hongkong sowie an ihrem Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren geübt.

Seit Sommer 2024 belegen sich Kanada und China auch gegenseitig mit hohen Zöllen. Gleichzeitig stehen beide Länder im Visier der drastischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump.

Im Oktober 2025 trafen Carney und Xi schließlich am Rande des Apec-Gipfels in Südkorea zu den ersten offiziellen Gesprächen beider Länder seit 2017 zusammen. Das Treffen habe "ein neues Kapitel in der Verbesserung der Beziehungen" aufgeschlagen, sagte Xi nun beim Besuch des kanadischen Regierungschefs in Peking. "Die gesunde und stabile Entwicklung der Beziehungen zwischen China und Kanada dient den gemeinsamen Interessen unserer beiden Länder."

P.Colombo--PV

Empfohlen

Familienministerin Prien will "begleitetes Trinken" ab 14 Jahren abschaffen

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will das "begleitete Trinken" für Jugendliche ab 14 Jahren abschaffen. Wie eine Sprecherin ihres Ministeriums am Sonntag bestätigte, ist dies in einem Referentenentwurf des Ministeriums zur Änderung des Jugendschutzgesetzes vorgesehen. Damit solle eine Ausnahmeregelung gestrichen werden, die den Kauf und Verzehr von Bier, Wein und Sekt in Begleitung einer sorgeberechtigten Person auch mit 14 oder 15 Jahren erlaubt.

Besuch von al-Scharaa: CDU betont deutsches Interesse - Linke und Grüne warnen

Vor dem Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin hat der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt die Möglichkeit einer engen Zusammenarbeit beim Wiederaufbau des Landes betont. "Die Lage in der Region und die Frage der Rückkehr von Syrerinnen und Syrern in ihr Heimatland sind unmittelbar in deutschem Interesse", sagte Hardt am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Grüne und Linke warnten vor einer Fokussierung der Syrienpolitik auf Abschiebungen.

Gericht im Kongo bestätigt Wiederwahl von 82-jährigem Amtsinhaber

Das Verfassungsgericht der zentralafrikanischen Republik Kongo hat den Sieg von Amtsinhaber Denis Sassou Nguesso bei der Präsidentenwahl am 15. März bestätigt. Der 82-Jährige habe sich bei dem Urnengang knapp 95 Prozent der Stimmen gesichert, teilte das Gericht in der Hauptstadt Brazzaville am späten Samstagabend mit. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 65,9 Prozent.

Sozialistischer Politiker Grégoire zum neuen Bürgermeister von Paris gewählt

Der sozialistische Politiker Emmanuel Grégoire ist vom Stadtrat in Paris zum neuen Bürgermeister der französischen Hauptstadt gewählt worden. Eine Woche nach seinem Sieg bei der Kommunalwahl erhielt der 48-Jährige am Sonntag 103 Ja-Stimmen im 163 Mandatsträger zählenden Rat. Er hatte sich im Kampf um das Pariser Rathaus in der Stichwahl gegen die konservative Kandidatin, die ehemalige Kulturministerin Rachida Dati, klar durchgesetzt, so dass Paris auch künftig von einem Politiker der Linken regiert wird.

Textgröße ändern: