Pallade Veneta - Bundeswehrsoldaten zu Erkundungsmission in Grönland eingetroffen

Bundeswehrsoldaten zu Erkundungsmission in Grönland eingetroffen


Bundeswehrsoldaten zu Erkundungsmission in Grönland eingetroffen
Bundeswehrsoldaten zu Erkundungsmission in Grönland eingetroffen / Foto: Alessandro Rampazzo - AFP

Im Rahmen einer Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder sind am Freitagabend 15 Bundeswehrsoldaten in Grönland eingetroffen. Das Flugzeug sei um kurz vor 18.00 Uhr gelandet, sagte ein Sprecher der Bundeswehr der Nachrichtenagentur AFP. Das Erkundungsteam der Bundeswehr war zunächst ins dänische Karup geflogen, von wo deutsche und dänische Soldaten gemeinsam nach Grönland starteten. Die Mission erfolgt vor dem Hintergrund der US-Drohungen zur Übernahme Grönlands.

Textgröße ändern:

Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte am Mittwoch angekündigt, dass Bundeswehrsoldaten für die Erkundungsmission nach Grönland geschickt werden sollen. Auch Frankreich, Schweden und Norwegen beteiligen sich daran. Hintergrund sind die Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur Übernahme Grönlands. Ein Krisentreffen der USA mit Dänemark und Grönland in Washington war am Mittwoch ergebnislos zu Ende gegangen.

Trump hat den Einsatz militärischer Mittel nicht ausgeschlossen. Er begründet seine Pläne mit Sicherheitsinteressen in der Arktis und verweist auf zunehmende Aktivitäten Chinas und Russlands in der Region.

Die Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder soll in Grönland nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums Planungen für eine Militärübung vorbereiten - etwa mit Seefernaufklärer-Flugzeugen des Typs P 8 Poseidon, wie ein Ministeriumssprecher in Berlin sagte. "Auch der Einsatz von Fregatten oder anderen Marineeinheiten zur Seeraumüberwachung ist denkbar, theoretisch auch die Verlegung von Eurofightern", fügte er hinzu. "All diese Dinge werden jetzt in Erwägung gezogen, und dann wird geprüft, was möglich ist."

Laut Verteidigungsministerium geht es bei der Erkundungsmission "darum, die Möglichkeiten der Gewährleistung der Sicherheit mit Blick auf russische und chinesische Bedrohungen in der Arktis zu eruieren". Dies erfolge "auf Einladung und unter der Führung unserer dänischen Bündnispartner".

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte: Reden von Irans Präsident Peseschkian und Selenskyj erwartet

Bei den Vereinten Nationen in New York wird am Mittwoch die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs fortgesetzt (15.00 Uhr MESZ). Als Redner werden unter anderem der iranische Staatschef Massud Peseschkian erwartet sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Den Auftakt macht der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa.

Marokkaner wählen neues Parlament

Nach einem Wahlkampf mit den zentralen Themen Kaufkraft, Arbeit und soziale Ungleichheit wird in Marokko am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Nach der Wahl der 395 Mitglieder des Repräsentantenhauses kann die stärkste Partei den Regierungschef bestimmen, der von König Mohammed VI. ernannt wird. Der Monarch des nordafrikanischen Landes gibt in strategischen Bereichen den Kurs vor.

Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich"

Zwischen Zuckerbrot und Peitsche: US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Gesprächsanlauf mit dem Iran bekanntgegeben - nachdem er der Islamischen Republik zuvor erneut mit "Vernichtung" gedroht hatte. Trump sprach am Dienstag in New York von einem "sehr produktiven Treffen". In seiner Rede bei der UN-Generaldebatte hatte er gesagt, der Iran habe die Wahl zwischen "Größe" und "Auslöschung". Am Mittwochvormittag (Ortszeit) soll Irans Präsident Massud Peseschkian vor der UN-Vollversammlung sprechen.

Selenskyj: Kiew zu Ende von Angriffen auf Energieanlagen bereit - bei Zusage aus Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt - im Falle einer entsprechenden Zusage aus Moskau hinsichtlich ukrainischer Energieinfrastruktur. "Wir sind zu jeder Art von Energie-Waffenstillstand bereit", falls Moskau zustimme, "unser Energiesystem nicht anzugreifen", sagte Selenskyj am Dienstag vor Journalisten am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Textgröße ändern: