Pallade Veneta - Erkundungsteam der Bundeswehr beendet Einsatz in Grönland

Erkundungsteam der Bundeswehr beendet Einsatz in Grönland


Erkundungsteam der Bundeswehr beendet Einsatz in Grönland
Erkundungsteam der Bundeswehr beendet Einsatz in Grönland / Foto: Alessandro RAMPAZZO - AFP

Das Erkundungsteam der Bundeswehr in Grönland hat seinen Einsatz am Sonntag abgeschlossen. "Unser Team, das sich an der multinationalen Erkundung in Grönland beteiligt hat, beendet heute planmäßig seinen Auftrag", teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Die Soldatinnen und Soldaten hätten vor Ort "wichtige Erkenntnisse" erlangt. "Auf dieser Grundlage werden nun mögliche Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit im Nordatlantik und in der Arktis mit unseren Nato-Partnern abgestimmt", fügte das Ministerium hinzu.

Textgröße ändern:

Auch ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr erklärte, die Erkundung sei "planmäßig" beendet worden. Sie sei ursprünglich von Donnerstag bis Samstag geplant gewesen. Nach "Absprache mit unseren Partnern" sei "noch ein Tag für Abstimmungen in Dänemark" hinzugekommen. Daher sei die Erkundung in Grönland am Sonntag beendet worden.

Grönland gehört als autonomes Gebiet zum EU- und Nato-Land Dänemark. Die Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder hatte auf Einladung Dänemarks stattgefunden. Die Bundeswehr war mit 15 Soldatinnen an "Arctic Endurance" beteiligt. Sie waren zunächst nach Dänemark geflogen und erst am Freitag in Grönland eingetroffen. Experten werteten die Erkundungsmission als "strategisches Signal" an die USA.

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet.

Am Samstag kündigte Trump wegen des Streits um Grönland dann Strafzölle gegen acht europäische Länder an, darunter auch Deutschland. Ab dem 1. Februar sollen demnach zusätzliche Zölle in Höhe von zehn Prozent für Waren aus Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Großbritannien gelten, ab Juni Zölle von 25 Prozent. Die Aufschläge sollen laut Trump bestehen bleiben, bis eine Vereinbarung über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt ist.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Iran: Offizielle Trauerfeiern für getöteten obersten Führer Chamenei beginnen

Im Iran beginnen am Samstag die offiziellen Trauerfeiern für den langjährigen obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei. Die Feierlichkeiten für den am ersten Kriegstag am 28. Februar bei US-israelischen Angriffen getöteten Chamenei erstrecken sich über sechs Tage, dabei ist auch ein Trauerzug im benachbarten Irak geplant. Chamenei hatte fast 37 Jahre lang an der Spitze des klerikalen Systems im Iran gestanden.

USA feiern 250 Jahre Unabhängigkeit

Die USA feiern am Samstag den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien. Landesweit gibt es Paraden, Volksfeste und Feuerwerke. Die zentrale Kundgebung findet in der Hauptstadt Washington statt. US-Präsident Donald Trump will dabei am späten Abend eine Rede halten (gegen 21.45 Uhr Ortszeit, Sonntag 02.45 Uhr MESZ).

Beginn des AfD-Parteitag in Erfurt - massive Gegenproteste geplant

Die in Teilen rechtsextreme AfD kommt am Samstag zu einem zweitägigen Bundesparteitag in Erfurt zusammen (10.00 Uhr). Im Mittelpunkt des Delegiertentreffens stehen Personalentscheidungen: Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla stellen sich der Wiederwahl, auch der gesamte Parteivorstand muss turnusgemäß neu gewählt werden. Grundsätzliche inhaltliche Weichenstellungen stehen nicht an; es gibt keinen Leitantrag des Bundesvorstands. Zu erwarten ist, dass sich die AfD vor den Landtagswahlen im Herbst bereit zur Übernahme von Regierungsverantwortung präsentieren will.

Nach knappen Wahlsieg: Fujimori in Peru offiziell zur neuen Präsidentin erklärt

Vier Wochen nach der äußerst knappen Präsidentschaftswahl in Peru ist die rechtsgerichtete Politikerin Keiko Fujimori offiziell zur neuen Staatschefin ausgerufen worden. "Ich erkläre Frau Keiko Sofia Fujimori Higuchi zur Präsidentin der Republik", sagte am Freitag bei einer Zeremonie in Lima der Chef der Wahlkommission, Roberto Burneo. Fujimori kündigte ihrerseits den "Beginn eines neuen Kapitels" in der Geschichte Perus an.

Textgröße ändern: