Pallade Veneta - Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht

Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht


Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht
Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Nach der Besuchsabsage von Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa erhält Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Einladung aufrecht. Die Einladung nach Deutschland sei "durch die wohl notwendige Absage von gestern nicht aufgehoben - sie besteht fort", sagte Merz am Montag in Berlin. "Syrien ist ein großes wichtiges Land im Mittleren Osten - ein Land, von dem aus viel Wohlstand und Frieden für die gesamte Region ausgehen könnte", sagte Merz. "Deswegen habe ich den Präsidenten auch nach Deutschland eingeladen."

Textgröße ändern:

Der Kanzler verwies darauf, dass immer noch rund eine Million syrische Flüchtlinge in Deutschland leben. Viele von ihnen würden nach Syrien zurückkehren, "wenn die Bedingungen erfüllt sind", sagte er. "Insofern haben wir auch ein eigenes Interesse daran, dass dieses Land zur Ruhe kommt, dass dort Frieden herrscht und dass dort auch ein gutes Miteinander der unterschiedlichen Gruppen in der Bevölkerung ermöglicht wird."

Als "ermutigendes Zeichen" wertete Merz die am Sonntag bekannt gegebene Waffenstillstands-Vereinbarung zwischen der syrischen Regierung und kurdischen Kämpfern. Es werde aber "sicherlich noch viel Arbeit zu leisten" sein, fügte der Kanzler hinzu. Eigentlich hatte al-Scharaa am Montag nach Berlin reisen sollen, für Dienstag waren politische Gespräche geplant. Am Sonntag sagte der syrische Regierung den Besuch aber ab.

Bei ihrer Offensive im Norden und Osten des Landes hatten syrische Regierungstruppen in den vergangenen Tagen kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben, darunter die nordsyrische Großstadt Aleppo.

E.Magrini--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte: Reden von Irans Präsident Peseschkian und Selenskyj erwartet

Bei den Vereinten Nationen in New York wird am Mittwoch die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs fortgesetzt (15.00 Uhr MESZ). Als Redner werden unter anderem der iranische Staatschef Massud Peseschkian erwartet sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Den Auftakt macht der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa.

Marokkaner wählen neues Parlament

Nach einem Wahlkampf mit den zentralen Themen Kaufkraft, Arbeit und soziale Ungleichheit wird in Marokko am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Nach der Wahl der 395 Mitglieder des Repräsentantenhauses kann die stärkste Partei den Regierungschef bestimmen, der von König Mohammed VI. ernannt wird. Der Monarch des nordafrikanischen Landes gibt in strategischen Bereichen den Kurs vor.

Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich"

Zwischen Zuckerbrot und Peitsche: US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Gesprächsanlauf mit dem Iran bekanntgegeben - nachdem er der Islamischen Republik zuvor erneut mit "Vernichtung" gedroht hatte. Trump sprach am Dienstag in New York von einem "sehr produktiven Treffen". In seiner Rede bei der UN-Generaldebatte hatte er gesagt, der Iran habe die Wahl zwischen "Größe" und "Auslöschung". Am Mittwochvormittag (Ortszeit) soll Irans Präsident Massud Peseschkian vor der UN-Vollversammlung sprechen.

Selenskyj: Kiew zu Ende von Angriffen auf Energieanlagen bereit - bei Zusage aus Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt - im Falle einer entsprechenden Zusage aus Moskau hinsichtlich ukrainischer Energieinfrastruktur. "Wir sind zu jeder Art von Energie-Waffenstillstand bereit", falls Moskau zustimme, "unser Energiesystem nicht anzugreifen", sagte Selenskyj am Dienstag vor Journalisten am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Textgröße ändern: