Pallade Veneta - Schah-Witwe zu Protesten im Iran: "Es gibt kein Zurück mehr"

Schah-Witwe zu Protesten im Iran: "Es gibt kein Zurück mehr"


Schah-Witwe zu Protesten im Iran: "Es gibt kein Zurück mehr"
Schah-Witwe zu Protesten im Iran: "Es gibt kein Zurück mehr" / Foto: JOEL SAGET - AFP

Die Witwe des letzten Schahs hat angesichts der Protestwelle im Iran ihre Hoffnung auf einen Sturz der Führung in Teheran bekräftigt. Nach den Demonstrationen gebe es "kein Zurück mehr", sagte Farah Pahlavi in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Sie sei überzeugt, dass die Iraner "als Sieger aus dieser ungleichen Auseinandersetzung hervorgehen werden". Es sei ihr "Wunsch" und ihr "Bedürfnis", in den Iran zurückzukehren, sagte die 87-Jährige.

Textgröße ändern:

Es gehe aber nicht um ihr persönliches Schicksal. Entscheidend sei, "dass die Jugend und das gesamte iranische Volk endlich frei sind und dieses kriminelle, rückständige Regime loswerden", sagte Pahlavi. Sie habe in den vergangenen Wochen zahlreiche Presseanfragen abgelehnt. "Es ist aber meine Pflicht, eine Botschaft nicht nur zur Unterstützung meiner Landsleute, sondern auch an die ganze Welt zu richten, die ihnen helfen muss", betonte Pahlavi.

Die Proteste im Iran hatten sich am Zorn über die schlechte Wirtschaftslage entzündet, später weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus. Nach Angaben der in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) wurden bei der brutalen Niederschlagung der Proteste mehr als 4000 Menschen getötet. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen geht davon aus, dass die Zahl der Opfer sogar über den in Medien verbreiteten Schätzungen von 20.000 Toten liegen könnte.

Farah Pahlavi war die dritte Frau des Schahs, den sie als Studentin in Paris kennengelernt hatte. Ihre Beziehung war in den 60er und 70er Jahren ein beliebtes Thema in der Klatschpresse. Farah Pahlavi verließ den Iran gemeinsam mit ihrem Mann Mohammed Reza Pahlavi 1979 im Zuge der Islamischen Revolution. Sie lebt heute in den USA und in Paris. Ihr Sohn Reza Pahlavi, der ebenfalls in den USA lebt, wurde in den vergangenen Wochen zu einer führenden Figur der iranischen Exil-Opposition.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Medienbericht: US-Verteidigungsministerium bereitet Bodenoffensive im Iran vor

Das US-Verteidigungsministerium hat Medienberichten zufolge weit fortgeschrittene Pläne für eine wochenlange Bodenoffensive im Iran vorgelegt. Die Pläne umfassten Bodeneinsätze von Spezialeinheiten und konventionellen Bodentruppen auf der für die iranischen Ölexporte wichtigen Insel Charg sowie in Küstenstandorten nahe der Straße von Hormus, berichtete die "Washington Post" am Samstag (Ortszeit) unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte. Ein vollständiger Einmarsch sei jedoch nicht Teil der Pläne.

Digitalminister Wildberger warnt vor drohendem Jobverlust durch Künstliche Intelligenz

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sieht Deutschland beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) von einem internationalen Wettbewerb bedroht und hat vor dem Wegfall klassischer Berufsbilder gewarnt. "Künstliche Intelligenz ist da, so oder so – und sie wird vor allem in den USA und in China gebaut", sagte Wildberger der "Bild am Sonntag". Die Bundesrepublik müsse massiv nachholen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Hunderte Israelis protestieren gegen Iran-Krieg

Einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs haben hunderte Menschen in Tel Aviv und weiteren israelischen Städten gegen den Krieg demonstriert. Polizisten gingen in Tel Aviv am Samstagabend gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende zu Boden, mindestens ein Teilnehmer wurde in den Würgegriff genommen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Proteste wahre nicht genehmigt; aus Furcht vor iranischen Angriffen sind größere Menschenansammlungen in Israel derzeit verboten.

Amphibisches Angriffsschiff "USS Tripoli" in Golfregion eingetroffen

Das amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" der US-Marine ist in der Golfregion eingetroffen. Das normalerweise in Japan stationierte Schiff sei am Freitag in der Region angekommen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom am Samstag im Onlinedienst X mit. Die Verlegung des Schiffes schürt Spekulationen über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen im Iran-Krieg.

Textgröße ändern: