Pallade Veneta - Ischinger lobt Umgang der Bundesregierung mit Trump

Ischinger lobt Umgang der Bundesregierung mit Trump


Ischinger lobt Umgang der Bundesregierung mit Trump
Ischinger lobt Umgang der Bundesregierung mit Trump / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Der Interimsvorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat den Umgang der Bundesregierung mit US-Präsident Donald Trump gelobt. Es sei richtig, einerseits die militärische und politische Unabhängigkeit von den USA voranzutreiben aber gleichzeitig den US-Präsidenten an Bord zu halten, sagte Ischinger am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir brauchen ihn, weil wir Krieg in Europa haben, und den wird die Ukraine nicht gewinnen, wenn die USA sich zurückziehen."

Textgröße ändern:

Ischinger kritisierte zudem den "Zirkus" um Grönland, der die Diskussionen beim Weltwirtschaftsforum in Davos dominiert habe. Dieser "interne westliche Streit", der ohne Not und zur Unzeit geführt worden sei, habe die Energie abgelenkt, die eigentlich auf die Ukraine hätte verwendet werden müssen. "Wir hätten in Davos das Signal senden müssen an die russische Seite, dass jetzt endgültig Schluss ist mit diesem Krieg", betonte Ischinger. Stattdessen sei viel "transatlantisches Porzellan" beschädigt worden.

In den vergangenen Wochen hatte Trump immer wieder Anspruch auf Grönland erhoben und wiederholt betont, sich das zum Nato- und EU-Mitglied Dänemark gehörende autonome Gebiet notfalls mit Gewalt zu "nehmen". Am Mittwoch vollzog er in Davos eine Kehrtwende.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Hunderte Israelis protestieren gegen Iran-Krieg

Einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs haben hunderte Menschen in Tel Aviv und weiteren israelischen Städten gegen den Krieg demonstriert. Polizisten gingen in Tel Aviv am Samstagabend gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende zu Boden, mindestens ein Teilnehmer wurde in den Würgegriff genommen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Proteste wahre nicht genehmigt; aus Furcht vor iranischen Angriffen sind größere Menschenansammlungen in Israel derzeit verboten.

Amphibisches Angriffsschiff "USS Tripoli" in Golfregion eingetroffen

Das amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" der US-Marine ist in der Golfregion eingetroffen. Das normalerweise in Japan stationierte Schiff sei am Freitag in der Region angekommen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom am Samstag im Onlinedienst X mit. Die Verlegung des Schiffes schürt Spekulationen über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen im Iran-Krieg.

Drei Journalisten bei israelischem Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon sind am Samstag drei Journalisten getötet worden, darunter ein bekannter Korrespondent des der Hisbollah-Miliz gehörenden Senders Al-Manar. Nach Angaben der libanesischen Armee sowie der betroffenen Medien traf der Angriff das Fahrzeug der Journalisten in der Region Jezzine. Die israelische Armee bestätigte die Tötung des Al-Manar-Korrespondenten Ali Schoeib und erklärte, dieser habe einer Elite-Einheit der von Israel bekämpften proiranischen Hisbollah-Miliz angehört.

Polizei vereitelt Sprengstoffanschlag auf Bank of America in Paris

Die französische Polizei hat einen Sprengstoffanschlag auf die Pariser Niederlassung der US-Großbank Bank of America vereitelt. Nach Angaben der Ermittler wurde ein Verdächtiger gefasst, als er in der Nacht zum Samstag einen Sprengsatz vor dem Gebäude im Zentrum der französischen Hauptstadt niederlegte. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Aus Ermittlerkreisen verlautete, ein Zusammenhang mit iranischen Drohungen gegen israelische und US-Unternehmen in Europa wegen des Iran-Kriegs sei wahrscheinlich.

Textgröße ändern: