Pallade Veneta - "Inakzeptabel": Dänemarks Regierungschefin kritisiert Trumps Afghanistan-Äußerungen

"Inakzeptabel": Dänemarks Regierungschefin kritisiert Trumps Afghanistan-Äußerungen


"Inakzeptabel": Dänemarks Regierungschefin kritisiert Trumps Afghanistan-Äußerungen
"Inakzeptabel": Dänemarks Regierungschefin kritisiert Trumps Afghanistan-Äußerungen / Foto: Mads Claus Rasmussen - Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über Nato-Soldaten in Afghanistan deutlich kritisiert. "Es ist inakzeptabel, dass der US-Präsident das Engagement der verbündeten Soldaten in Afghanistan in Frage stellt", erklärte Frederiksen am Samstag im Onlinedienst Facebook. Dänemark sei im internationalen Afghanistan-Einsatz nach den Anschlägen vom 11. September eines der Nato-Länder mit den höchsten Verlusten gewesen, betonte die Regierungschefin.

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"Meine Gedanken sind bei den Veteranen, euren Familien und Liebsten, die dies in keiner Art und Weise verdient haben", fügte Frederiksen mit Blick auf Trumps Äußerungen hinzu.

Der dänische Veteranenverband erklärte, ihm fehlten die Worte. "Dänemark hat den Vereinigten Staaten immer beigestanden und immer, wenn die Vereinigten Staaten uns darum gebeten haben, waren wir in Krisengebieten auf der ganzen Welt im Einsatz", erklärte der Verband weiter.

Dänemark war eines der Länder, das sich nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 an dem Nato-Einsatz beteiligt hatte. 12.000 dänische Soldaten und Zivilisten waren nach Afghanistan geschickt worden.

Trump hatte am Freitag die Bedeutung der Truppen aus Nato-Partnerstaaten für den Afghanistan-Einsatz zu schmälern versucht. "Sie werden sagen, dass sie einige Truppen nach Afghanistan geschickt haben", sagte er über andere Nato-Mitglieder im Sender Fox News. "Und das haben sie auch, aber sie blieben etwas zurück, etwas abseits der Front." Zugleich wiederholte der US-Präsident seine Behauptung, dass die Nato den USA nicht zu Hilfe kommen würde, falls sie darum gebeten würde.

Das Eingreifen der Nato in Afghanistan nach dem 11. September markiert das erste und einzige Mal, dass die Nato den Bündnisfall gemäß Artikel 5 ausgerufen hatte. Der Einsatz, an dem sich auch die Bundeswehr beteiligt hatte, endete 2021 mit einem chaotischen Abzug nach dem Vorrücken der radikalislamischen Taliban. Auch das Bundesverteidigungsministerium und weitere Nato-Verbündete der USA kritisierten Trumps Äußerungen und verwiesen auf ihre Verluste.

A.Graziadei--PV

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