Pallade Veneta - Erneut tödlicher Vorfall: Mann in Minneapolis von US-Bundespolizisten erschossen

Erneut tödlicher Vorfall: Mann in Minneapolis von US-Bundespolizisten erschossen


Erneut tödlicher Vorfall: Mann in Minneapolis von US-Bundespolizisten erschossen
Erneut tödlicher Vorfall: Mann in Minneapolis von US-Bundespolizisten erschossen / Foto: ROBERTO SCHMIDT - AFP

Beim höchst umstrittenen Abschiebe-Einsatz in der US-Großstadt Minneapolis haben Bundespolizisten erneut einen Menschen erschossen. Das US-Heimatschutzministerium erklärte am Samstag, ein Beamter des Grenzschutzes habe "Abwehrschüsse" auf einen bewaffneten Mann abgegeben. Dieser habe sich den Polizisten zuvor mit einer Pistole genähert. Als die Beamten den Mann hätten entwaffnen wollen, habe dieser sich "gewaltsam widersetzt". Die tödlichen Schüsse lösten umgehend neue Proteste und scharfe Kritik von Politikern der Demokraten aus.

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Der Vorfall ist auch auf einem Video zu sehen, das im Internet zirkuliert und dessen Echtheit von den Behörden bestätigt wurde. Darauf ist zu sehen, wie mehrere Beamten einen Mann niederringen und auf ihn einschlagen. Dann gibt mindestens ein Polizist mehrere Schüsse ab.

Das Heimatschutzministerium erklärte, ein Grenzschutzbeamter habe das Feuer eröffnet, weil er "um sein Leben und das Leben und die Sicherheit anderer Polizisten" gefürchtet habe. Das Ministerium veröffentlichte zudem ein Foto, das die halbautomatische 9-Millimeter-Pistole des Mannes zeigen soll.

Demnach hatte sich der bewaffnete Mann den Beamten der Grenzschutzpolizei (US Border Patrol) genähert, als diese am Samstagmorgen einen wegen Körperverletzung gesuchten Ausländer ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung festnehmen wollten.

Der Polizeichef von Minneapolis, Brian O'Hara, sagte, der erschossene Mann sei ein rechtmäßiger Waffenbesitzer gewesen. Er habe auch das Recht gehabt, seine Waffe mit sich zu führen.

Nach den tödlichen Polizeischüssen gab es in der Stadt im Norden der USA neue Proteste. Polizeichef O'Hara sprach von einer "unglaublich unberechenbaren Szene" und rief dazu auf, das Gebiet zu meiden. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Der Gouverneur des Bundesstaates Minnesota, der Demokrat Tim Walz, beklagte im Kurzbotschaftendienst X, eine "furchtbare" Schussabgabe durch Bundespolizisten. "Minnesota hat die Nase voll", schrieb Walz weiter. "Das ist widerlich."

US-Präsident Donald Trump müsse den Einsatz von US-Bundespolizisten zur Abschiebung von Migranten beenden, forderte der Gouverneur. "Ziehen Sie die tausenden gewalttätigen, nicht ausgebildeten Polizisten aus Minnesota ab. Jetzt." Walz forderte außerdem, dass Ermittler seines Bundesstaates den Vorfall untersuchen.

Auch der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, rief Trump auf, den Abschiebe-Einsatz zu beenden. Es müsse "Frieden" geschaffen werden.

Vor weniger als drei Wochen hatte ein Polizist der US-Einwanderungspolizei ICE in Minneapolis die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen. Der Vorfall vom 7. Januar sorgte für Entrüstung und Proteste.

Zuletzt sorgte dann die Festnahme eines fünfjährigen Jungen durch ICE-Beamte für Empörung. So demonstrierten am Freitag tausende Menschen in Minneapolis, Restaurants und Geschäfte blieben geschlossen.

Die Trump-Regierung hat tausende Bundespolizisten nach Minneapolis geschickt, um Ausländer ohne gültige Papiere festzunehmen und abzuschieben. Minneapolis zählt zu den sogenannten Sanctuary Cities, die Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung Schutz gewähren und nur begrenzt mit den Einwanderungsbehörden der Bundesregierung zusammenarbeiten.

R.Zarlengo--PV

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