Pallade Veneta - Trump erhöht Zölle auf ausgewählte Güter aus Südkorea auf 25 Prozent

Trump erhöht Zölle auf ausgewählte Güter aus Südkorea auf 25 Prozent


Trump erhöht Zölle auf ausgewählte Güter aus Südkorea auf 25 Prozent
Trump erhöht Zölle auf ausgewählte Güter aus Südkorea auf 25 Prozent / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Wegen der ausbleibenden Ratifizierung eines im Oktober beschlossenen Handelsabkommens durch Seoul hat US-Präsident Donald Trump eine Erhöhung der US-Zölle auf ausgewählte Güter aus Südkorea auf 25 Prozent bekannt gegeben. Die Zölle auf Autos, Holz und Medikamente sowie "alle anderen reziproken Zölle" würden von 15 auf 25 Prozent erhöht werden, erklärte Trump am Montag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.

Textgröße ändern:

Südkoreas Parlament komme der Vereinbarung mit den USA nicht nach, erklärte Trump. Er erhöhe die Zölle, "weil die koreanische Legislative unser historisches Handelsabkommen nicht in Kraft gesetzt hat, was ihr gutes Recht ist", fügte der US-Präsident hinzu.

Seoul reagierte überrascht auf die Zollerhöhungen. Das südkoreanische Präsidentenbüro erklärte, es sei im Vorfeld nicht über die Maßnahme informiert worden und habe bislang keine weiteren Details erhalten. Handelsminister Kim Jung Kwan, der sich derzeit in Kanada aufhalte, werde "so bald wie möglich" für Gespräche mit US-Handelsminister Howard Lutnick nach Washington aufbrechen, erklärte das Büro.

Washington und Seoul hatten sich im Oktober vergangenen Jahres auf ein Handelsabkommen verständigt. Es sah unter anderem eine Absenkung der gegenseitigen Zölle auf Autos von 25 Prozent auf 15 Prozent vor. Darüber hinaus war ein südkoreanischer Investitionsplan in Höhe von 350 Milliarden Dollar (rund 300 Milliarden Euro) geplant, davon 150 Milliarden für Kooperationen im Schiffsbau.

Die Autoindustrie macht 27 Prozent der südkoreanischen Exporte in die USA aus. Fast die Hälfte der Autoexporte des Landes geht in die USA. Eine Rückkehr zu einem höheren Zollsatz würde südkoreanische Exporte zudem gegenüber Volkswirtschaften wie Japan und der EU benachteiligen, die beide Abkommen über US-Zölle in Höhe von 15 Prozent geschlossen haben.

C.Conti--PV

Empfohlen

Selenskyj: Kiew zu Ende von Angriffen auf Energieanlagen bereit - bei Zusage aus Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt - im Falle einer entsprechenden Zusage aus Moskau hinsichtlich ukrainischer Energieinfrastruktur. "Wir sind zu jeder Art von Energie-Waffenstillstand bereit", falls Moskau zustimme, "unser Energiesystem nicht anzugreifen", sagte Selenskyj am Dienstag vor Journalisten am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Trump: USA und Iran sprechen in New York drei Stunden miteinander

Die USA und der Iran haben am Rande der UN-Vollversammlung in New York einen neuen Anlauf für eine Gesprächslösung unternommen. US-Präsident Donald Trump sprach am Dienstag in New York von einem "sehr produktiven Treffen", das rund drei Stunden gedauert habe. Später bestätigte er, dass sein Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner die US-Delegation geleitet hätten.

Israel: Rechtsextremist Ben Gvir will nach Wahlen Verteidigungsminister werden

Der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir strebt eigenen Angaben zufolge nach den Parlamentswahlen Ende Oktober das Amt des Verteidigungsministers an. Er bewerbe sich auf den Posten, da die Zeit gekommen sei, die "Denkweise" innerhalb der israelischen Armee zu ändern, sagte Ben Gvir am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Jerusalem. "Die Zeit ist gekommen, die Sicherheitsdoktrin des Staates Israel mit einem einzigen Ziel zu verändern: einen entschiedenen Sieg an jeder Front", fügte er hinzu.

Hohe Spritpreise und Dürre: Moldau verhängt Notstand in Energie- und Wassersektor

Angesichts hoher Spritpreise und einer schweren Dürre hat das Parlament in Moldau einen 60-tägigen Notstand im Energie- und Wassersektor erklärt. Der Gesetzesentwurf passierte am Dienstag das Parlament mit 54 zu 20 Stimmen; 22 Abgeordnete enthielten sich. Der Notstand erlaubt den moldauischen Behörden "eine schnelle Reaktion, falls es zu Unterbrechungen in der Versorgung mit Energie, Sprit und Wasser kommt", erklärte die Regierung.

Textgröße ändern: