Pallade Veneta - Ukraine meldet zehn Tote und Schäden an Energieanlagen durch russische Angriffe

Ukraine meldet zehn Tote und Schäden an Energieanlagen durch russische Angriffe


Ukraine meldet zehn Tote und Schäden an Energieanlagen durch russische Angriffe
Ukraine meldet zehn Tote und Schäden an Energieanlagen durch russische Angriffe / Foto: Oleksandr GIMANOV - AFP

Nach den Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi am Wochenende greift die russische Armee die Ukraine weiterhin massiv an. Die ukrainischen Behörden meldete am Dienstag zehn Tote sowie Schäden an der Energieinfrastruktur im Osten und Süden des Landes. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe würden die derzeit laufende Diplomatie "untergraben". Die trilaterale Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über eine Beendigung des Krieges sollen am Wochenende fortgesetzt werden.

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"Jeder dieser russischen Angriffe untergräbt die laufenden diplomatischen Bemühungen und die Bemühungen unserer Partner, den Krieg zu beenden", erklärte der ukrainische Präsident am Dienstag in Onlinediensten. "Wir erwarten von den USA, von Europa und den anderen Partnern, dass sie nicht schweigen und sich daran erinnern, dass ein echter Frieden voraussetzt, dass Druck auf Moskau ausgeübt wird", fügte Selenskyj hinzu.

Die Region Odessa wurde örtlichen Behörden zufolge von etwa fünfzig russischen Drohnen angegriffen, in der gleichnamigen Stadt wurden demnach drei Tote aus den Trümmern gezogen, rund 30 Menschen wurden zudem verletzt. Nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Oleh Kiper sind zwei Kinder und eine schwangere Frau unter den Verletzten.

Eine AFP-Journalistin in Odessa sah ein Wohngebäude mit eingestürzter Fassade sowie Rettungskräfte, die in den Trümmern nach Menschen suchten. Gouverneur Kiper erklärte, die Drohnen hätten dutzende Wohngebäude, eine Kirche, einen Kindergarten, eine Schule und ein Fitnesscenter beschädigt.

Das Energieunternehmen DTEK teilte mit, dass russische Streitkräfte eine seiner Anlagen stark beschädigt hätten. Odessa ist der größte ukrainische Schwarzmeerhafen. Die Energie- und Hafeninfrastruktur ist häufig Ziel russischer Angriffe.

Im Osten der Ukraine traf indes eine russische Gleitbombe die Stadt Slowjansk. Die Staatsanwaltschaft der Region Donezk gab den Tod eines Ehepaars bekannt, deren 20-jähriger Sohn zudem verletzt worden sei. Slowjansk liegt etwa 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt und wird regelmäßig von russischen Streitkräften angegriffen.

In der Region Charkiw wurden drei Menschen bei einem Drohnenangriff auf einen Zug getötet, wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie veröffentlichte Bilder eines beschädigten Waggons. Insgesamt befanden sich demnach mehr als 150 Passagiere an Bord des Zuges.

In der Region Saporischschja im Süden sowie in der Nachbarregion Cherson wurde ukrainischen Angaben zufolge insgesamt zwei Menschen in ihren Häusern getötet.

Nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr wurde das Land in der Nacht mit insgesamt 165 russische Drohnen angegriffen, 135 davon konnten demnach abgefangen werden. Das staatliche Gasunternehmen Naftogaz gab bekannt, dass eine seiner Anlagen im Westen des Landes getroffen wurde - bereits zum fünften Mal in diesem Monat.

Die am Wochenende gestarteten trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA sollen nach Angaben Washingtons und Kiews am Sonntag in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fortgesetzt werden. Selenskyj hatte die Gespräche am vergangenen Wochenende als "konstruktiv" bezeichnet, forderte mit Blick auf die nächste Runde jedoch "echte Ergebnisse".

Auch Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Montag, die Verhandlungen am Wochenende hätten in einem "konstruktiven Geist" stattgefunden. Zugleich betonte er, "es wäre ein Fehler, von diesen ersten Kontakten bedeutende Ergebnisse zu erwarten". "Es liegt noch viel Arbeit vor uns", fügte Peskow hinzu.

Das russische Verteidigungsministerium gab indes die Einnahme von zwei weiteren Ortschaften in der Ukraine bekannt. Das Dorf Kupjansk-Wuslow in der Region Charkiw und das Dorf Nowojakowlikwa in der Region Saporischschja seien durch russische Truppen eingenommen worden, erklärte das Ministerium.

Der russische Armeechef Waleri Gerassimow besuchte nach Angaben Moskaus im Osten der Ukraine kämpfende Soldaten. Gerassimow habe "den Fortschritt der Kampfeinsätze der militärischen Formationen und Einheiten der Streitkräftegruppe Sapad (West) im Spezialoperationsgebiet" geprüft, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit.

Die in der Ukraine kämpfenden russischen Soldaten "setzen ihre Offensive an allen Fronten fort", sagte Gerassimow laut einem vom Verteidigungsministerium veröffentlichten Video. Weiter sagte er, die russischen Streitkräfte hätten seit Jahresbeginn 17 Ortschaften und "mehr als 500 Quadratkilometer" ukrainischen Territoriums unter ihre Kontrolle gebracht.

R.Zaccone--PV

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