Pallade Veneta - Antisemitismusbeauftragter Klein will Antisemitismus der Gegenwart entgegentreten

Antisemitismusbeauftragter Klein will Antisemitismus der Gegenwart entgegentreten


Antisemitismusbeauftragter Klein will Antisemitismus der Gegenwart entgegentreten
Antisemitismusbeauftragter Klein will Antisemitismus der Gegenwart entgegentreten / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Vor der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung gefordert, auch dem Antisemitismus der Gegenwart entschlossen entgegenzutreten. "Gerade die Auseinandersetzung mit der Geschichte verpflichtet uns, heute wachsam zu sein und Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen aktiv und entschieden entgegenzutreten", sagte Felix Klein dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). Erinnerung bleibe unvollständig, wenn sie folgenlos bleibe.

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Der Antisemitismus ist laut Klein in Deutschland kein Randphänomen mehr. "Er ist erst recht kein Problem einer Minderheit, sondern richtet sich gegen die Grundlagen unserer Gesellschaft", betonte er. "Ihm entgegenzutreten ist keine Aufgabe Einzelner, sondern eine Verantwortung aller."

Erinnerung sei "Ausdruck von Respekt vor den Opfern und von Verantwortung gegenüber unserer Geschichte", sagte Klein dem RND. "Sie mahnt uns, das Menschheitsverbrechen der Shoah weder zu relativieren noch zu instrumentalisieren oder zu verdrängen." Angriffe auf die Erinnerungskultur seien daher ein deutliches Warnsignal.

Am Mittwoch (12.30 Uhr) beginnt der Bundestag seine Sitzungswoche mit einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Nach einer Ansprache von Parlamentspräsidentin Julia Klöckner (CDU) soll die Holocaust-Überlebende Tova Friedman zu den Abgeordneten sprechen. Zudem werden Musikstücke von Komponisten aufgeführt, die selbst Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden. Die Gedenkstunde findet jährlich rund um den 27. Januar statt, dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.

C.Grillo--PV

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