Pallade Veneta - Gazprom reduziert noch einmal drastisch die tägliche Gaslieferung durch Nord Stream

Gazprom reduziert noch einmal drastisch die tägliche Gaslieferung durch Nord Stream


Gazprom reduziert noch einmal drastisch die tägliche Gaslieferung durch Nord Stream
Gazprom reduziert noch einmal drastisch die tägliche Gaslieferung durch Nord Stream / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Russland fährt die Gaslieferungen durch die nach Deutschland führende Ostsee-Pipeline Nord Stream noch einmal drastisch zurück. Die Durchleitungen an der Portowaja-Station würden von Mittwoch an, 06.00 Uhr MESZ, auf täglich nur noch 33 Millionen Kubikmeter Gas am Tag gekürzt, erklärte der Energiekonzern Gazprom am Montag im Online-Dienst Telegram. Dies entspricht in etwa 20 Prozent der Kapazität der Pipeline, die derzeitigen Liefermengen erreichen rund 40 Prozent.

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Der Konzern begründete die erneute Kürzung der Liefermenge mit der notwendigen Wartung einer Turbine. Erst vergangene Woche hatte Russland die Gaslieferungen nach Deutschland und Europa nach zehntägigen Wartungsarbeiten wieder aufgenommen - im Umfang von 40 Prozent. Insgesamt hat die Pipeline laut Gazprom eine Kapazität von täglich 167 Millionen Kubikmetern Gas.

Russland hatte im Juni die Liefermenge unter Verweis auf eine defekte Siemens-Turbine, die in Kanada repariert wurde, bereits zwei Mal gekürzt. Wegen der im Ukraine-Konflikt gegen Moskau verhängten Sanktionen konnte die Turbine zunächst nicht nach Russland geliefert werden. Inzwischen haben sich Deutschland und Kanada auf eine Rückgabe der reparierten Turbine geeinigt, sie ist jedoch noch nicht in Russland eingetroffen.

Deutschland ist stark abhängig von russischem Gas. Ein völliger Stopp oder eine drastische Einschränkung der Lieferungen könnte massive Folgen für die Industrie und die Bevölkerung haben. Der Westen wirft Russland vor, die Gaslieferungen als Vergeltung für wegen des Ukraine-Konflikts verhängte Sanktionen zu drosseln.

C.Grillo--PV

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