Pallade Veneta - Kreml bestätigt Trump-Bitte um begrenzte Feuerpause - Kiew bereit zu Waffenruhe im Energiebereich

Kreml bestätigt Trump-Bitte um begrenzte Feuerpause - Kiew bereit zu Waffenruhe im Energiebereich


Kreml bestätigt Trump-Bitte um begrenzte Feuerpause - Kiew bereit zu Waffenruhe im Energiebereich
Kreml bestätigt Trump-Bitte um begrenzte Feuerpause - Kiew bereit zu Waffenruhe im Energiebereich / Foto: Sergei GAPON - AFP

Moskau hat den Vorstoß von US-Präsident Donald Trump für eine kurzzeitige Einstellung der russischen Angriffe auf Kiew bestätigt. Trump habe Kreml-Chef Wladimir Putin darum gebeten, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt "eine Woche lang bis zum 1. Februar" auszusetzen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte seine Bereitschaft, die Angriffe auf Energieanlagen in Russland einzustellen, wenn Moskau sich ebenfalls dazu verpflichtet.

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Putin habe Trumps Vorschlag zugestimmt, sagte Peskow. Weder Moskau noch Washington machten Angaben dazu, wann der US-Präsident den Kreml-Chef um die Feuerpause gebeten hat. Die Ukraine hatte zuletzt in der Nacht von Freitag auf Samstag vergangener Woche russische Angriffe auf Kiew gemeldet.

Trumps Vorstoß ziele darauf ab, "günstige Bedingungen für Verhandlungen zu schaffen", sagte Peskow. Die von den USA vermittelten Gespräche zum Ukraine-Krieg sollen am Sonntag in Abu Dhabi fortgesetzt werden.

Trump hatte seine Bitte an Putin hingegen mit der Kältewelle in Kiew begründet. "Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die anderen Städte zu schießen", hatte der US-Präsident am Donnerstag gesagt.

Selenskyj befürwortete Trumps Initiative und schlug einen gegenseitigen Verzicht auf Angriffe auf die Energieinfrastruktur vor. "Wenn Russland unsere Energieinfrastruktur – Kraftwerke oder andere Energieanlagen - nicht angreift, werden wir ihre nicht angreifen", sagte er zu Journalisten in Kiew.

Russland hatte in den vergangenen Wochen verstärkt das ukrainische Energienetz bombardiert, durch die Attacken waren tausende Haushalte bei eisigen Temperaturen immer wieder ohne Strom und ohne Heizung.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verurteilte in einem Telefonat mit Selenskyj am Donnerstagabend die "brutale Zerstörung" ziviler ukrainischer Energieinfrastruktur.

Die örtlichen Behörden arbeiten intensiv daran, die Wärme- und Stromversorgung wiederherzustellen. Unterstützung erhalten sie unter anderem von der internationalen Hilfsorganisation Help, die in mehreren ukrainischen Regionen Winterhilfe in Form von Heizmaterialien, Notstromlösungen und warmen Mahlzeiten leistet.

Den Bewohnern Kiews steht die schlimmste Kälte allerdings erst noch bevor. Ab dem 1. Februar könnten die Temperaturen nach Angaben des ukrainischen Wetterdienstes auf bis zu minus 30 Grad sinken.

In der Nacht zum Freitag griff Russland erneut andere Landesteile an. Die russischen Streitkräfte feuerten eine Rakete des Typs Iskander-M ab und setzten 111 Angriffsdrohnen ein, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. 80 Drohnen seien abgefangen worden. Bei den Angriffen wurden nach Behördenangaben ein Wohngebäude in der Region Saporischschja und zivile Infrastruktur in der nördlichen Region Tschernihiw beschädigt.

Am Sonntag wollen Vertreter Kiew und Moskaus in Abu Dhabi ihre von den USA vermittelten Gespräche über den Ukraine-Krieg fortsetzen. Sie hatten am vergangenen Wochenende erstmals direkt miteinander über den US-Plan zur Beendigung der Kämpfe gesprochen.

Hauptstreitpunkt ist weiterhin die Forderung Moskaus nach einem Rückzug der Ukraine aus der Region Donezk, die von Kiew entschieden abgelehnt wird. "Bislang konnten wir keinen Kompromiss in der Territorialfrage finden, insbesondere was einen Teil der Ostukraine betrifft", sagte Selenskyj. Seine Regierung habe wiederholt betont, dass sie zu Kompromissen bereit sei, "die zu einem echten Ende des Krieges führen, aber in keiner Weise mit Änderungen der territorialen Integrität der Ukraine zusammenhängen".

E.M.Filippelli--PV

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