Pallade Veneta - Nach Bericht über Proteste gegen ICE: Früherer CNN-Moderator verhaftet

Nach Bericht über Proteste gegen ICE: Früherer CNN-Moderator verhaftet


Nach Bericht über Proteste gegen ICE: Früherer CNN-Moderator verhaftet
Nach Bericht über Proteste gegen ICE: Früherer CNN-Moderator verhaftet / Foto: ROBERTO SCHMIDT - AFP

Der frühere CNN-Moderator Don Lemon ist nach einem Bericht über eine Protestaktion gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE verhaftet worden. Lemons Anwalt Abbe Lowell warf der Trump-Regierung am Freitag einen "beispiellosen Angriff" auf die Pressefreiheit vor. US-Justizministerin Pam Bondi erklärte dagegen, Lemon sowie drei zuvor festgenommene Aktivisten hätten einen "koordinierten Angriff" auf eine Kirche im Bundesstaat Minnesota verübt.

Textgröße ändern:

Die Aktivisten hatten Mitte Januar einen Gottesdienst in einer Kirche in St. Paul, der Hauptstadt von Minnesota, gestört, weil sie dort den stellvertretenden Leiter des örtlichen ICE‑Büros vermuteten. Videos zeigen, wie Demonstranten in der Kirche "ICE raus!" rufen.

Bondi hatte nach dem Vorfall erklärt: "Wir tolerieren keine Angriffe auf Gotteshäuser." Evangelikale Podcaster und Unterstützer von Präsident Donald Trump forderten überdies die Festnahme Lemons, weil er über die Protestaktion berichtet hatte.

Lemon fragte den Pastor der betroffenen Kirche in einem Interview, ob der Protest nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt sei, die im ersten Zusatzartikel der US-Verfassung festgeschrieben ist. Der Geistliche verurteilte die Aktion in seinem Gotteshaus dagegen als "schändlich".

CNN hatte sich im April 2023 von dem Morgenmagazin-Moderator Lemon getrennt, nachdem dieser mit Äußerungen über die republikanische Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley scharfe Kritik im konservativen Lager hervorgerufen hatte.

US-Präsident Donald Trump steht ebenfalls auf Kriegsfuß mit Lemon. Trump hatte den Moderator während seiner ersten Amtszeit 2018 einmal als "dümmsten Mann im Fernsehen" geschmäht. Anlass war ein Interview von Lemon mit Basketball-Superstar LeBron James, der Trump vorwarf, Rassismus in den USA zu befördern. LeBron James wie Lemon sind Afro-Amerikaner.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Ehemaliger Google-Manager Matt Brittin wird neuer BBC-Chef

Inmitten eines milliardenschweren Rechtsstreits mit US-Präsident Donald Trump hat die britische Rundfunkanstalt BBC den ehemaligen Google-Manager Matt Brittin zum neuen Generaldirektor ernannt. Er fühle sich geehrt, in einem "Moment echter Risiken, aber auch echter Chancen" die Leitung der BBC zu übernehmen, erklärte der 57-Jährige nach seiner Ernennung am Mittwoch. Sein Vorgänger Tim Davie war im November nach massiver Kritik an der irreführenden Bearbeitung einer Trump-Rede für eine BBC-Fernsehdokumentation zurückgetreten.

Iran weist US-Plan für Ende des Krieges laut Staatsfernsehen zurück

Der Iran hat nach Angaben des staatlichen Fernsehens den von den USA vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges zurückgewiesen. Der Krieg höre auf, "wenn der Iran beschließt, ihn zu beenden - und nicht, wenn (US-Präsident Donald) Trump es will", erklärte ein Regierungsvertreter am Mittwoch nach Angaben des Staatssenders Press TV. Der Plan aus Washington war laut pakistanischen Regierungsvertretern über Islamabad an den Iran übermittelt worden. Press TV zufolge stellte Teheran eigene Forderungen auf.

Sozialdemokratin Frederiksen nach Wahl in Dänemark mit Regierungsbildung beauftragt

Nach dem Sieg ihrer Sozialdemokraten bei der Parlamentswahl in Dänemark ist die aktuelle Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden. König Frederik X. betraute nach Angaben des Palastes Frederiksen am Mittwoch damit, Verhandlungen mit allen Parteien zur Bildung einer neuen Regierung zu führen.

SPD in Rheinland-Pfalz nimmt Einladung zu Sondierungsgesprächen mit CDU an

Nach dem Sieg der CDU bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die zweitplatzierte SPD die Einladung der Christdemokraten zu Sondierungsgesprächen für eine neue Landesregierung angenommen. Dies bestätigte eine SPD-Sprecherin am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Die Gespräche sollen am Donnerstagnachmittag beginnen. Ort und Uhrzeit nannten die Parteien nicht.

Textgröße ändern: