Pallade Veneta - Israel untersagt Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen vorerst Einsätze im Gazastreifen

Israel untersagt Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen vorerst Einsätze im Gazastreifen


Israel untersagt Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen vorerst Einsätze im Gazastreifen
Israel untersagt Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen vorerst Einsätze im Gazastreifen / Foto: Omar AL-QATTAA - AFP/Archiv

Israel hat der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) weitere humanitäre Einsätze im Gazastreifen vorerst untersagt. Die Organisation MSF habe es versäumt, eine Liste aller palästinensischen Mitarbeitenden vorzulegen und müsse daher ihre Arbeit im Gazastreifen einstellen, erklärte das Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten am Sonntag. Alle Mitarbeitenden der Organisation sollten das palästinensische Küstengebiet demnach bis zum 28. Februar verlassen.

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Die Regel, eine Liste aller örtlichen Mitarbeitenden vorzulegen, gelte für "alle in der Region tätigen humanitären Organisationen", erklärte das Ministerium weiter.

Inmitten der weiterhin angespannten humanitären Lage im Gazastreifen hatte Israel bereits im Dezember 37 internationalen Hilfsorganisationen - darunter MSF - die Zulassung für ihren Einsatz in dem Palästinensergebiet ab März 2026 entzogen, wenn diese nicht die "erforderlichen Sicherheits- und Transparenzstandards" einhielten.

Am Sonntag erklärte das Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten, MSF habe sich im Januar verpflichtet, im Rahmen der geforderten Standards die Mitarbeiterlisten vorzulegen. Dies sei jedoch nicht geschehen.

Die Hilfsorganisation bestätigte am Freitag auf ihrer Website, dass sie zunächst der Übermittlung einer entsprechenden Liste zugestimmt habe. "Trotz wiederholter Bemühungen" sei jedoch keine Einigung mit den israelischen Behörden über den Umgang mit den Daten erzielt worden, erklärte MSF.

Die Organisation habe von den israelischen Behörden keine Zusicherung erhalten, "dass alle Mitarbeiterdaten ausschließlich für die angegebenen administrativen Zwecke verwendet werden und keine Kollegen gefährdet werden." Darum sei MSF "zu dem Schluss gekommen, dass wir unter den gegenwärtigen Umständen keine Mitarbeiterdaten weitergeben werden".

P.Colombo--PV

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