Pallade Veneta - Erstmals seit knapp drei Jahren landet wieder Linienflug in Khartum

Erstmals seit knapp drei Jahren landet wieder Linienflug in Khartum


Erstmals seit knapp drei Jahren landet wieder Linienflug in Khartum
Erstmals seit knapp drei Jahren landet wieder Linienflug in Khartum / Foto: Ebrahim Hamid - AFP

Im Bürgerkriegsland Sudan ist erstmals seit knapp drei Jahren wieder ein Linienflug in der Hauptstadt Khartum gelandet. Die Luftfahrtbehörde des Landes sprach am Sonntag von einem "historischen Flug". Die Maschine von Sudan Airways kam den Angaben zufolge aus Port Sudan am Roten Meer, an Bord war auch Regierungschef Kamil Idriss. Wie viele Passagiere in dem Flugzeug saßen, wurde nicht mitgeteilt.

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Die Landung markierte laut der Luftfahrtbehörde die "effektive Wiederaufnahme des Flughafenbetriebs" in Khartum. Dieser war seit Beginn der Kämpfe zwischen der Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und der RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan im April 2023 eingestellt.

In den ersten Monaten des Konflikts flohen mehr als 3,7 Millionen Menschen aus Khartum, nachdem die RSF die Kontrolle über die Hauptstadt übernommen hatte. Die von der Armee unterstützte Regierung wurde nach Port Sudan im Osten des Landes verlegt.

Nach der Rückeroberung durch die Armee 2025 kehrten laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits mehr als eine Million Menschen nach Khartum zurück. Vor drei Wochen verkündete Ministerpräsident Idris dann auch die Rückkehr der Regierung nach Khartum.

Die RFS konzentrierte sich nach dem Verlust der Hauptstadt auf den Westen des Landes und übernahm Ende Oktober nach 18-monatiger Belagerung die Kontrolle über die Stadt Al-Faschir - die letzte große Stadt in der Region Darfur, die noch nicht von der Miliz kontrolliert wurde. Nun kämpft sich die Miliz in die benachbarte Region Kordofan vor, die über große Ölvorkommen verfügt.

Der Bürgerkrieg im Sudan hat eine der größten humanitären Krisen weltweit ausgelöst. Zehntausende Menschen wurden getötet, mehr als elf Millionen Menschen vertrieben.

O.Pileggi--PV

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