Pallade Veneta - Epstein-Affäre: Trump will das Thema abhaken

Epstein-Affäre: Trump will das Thema abhaken


Epstein-Affäre: Trump will das Thema abhaken
Epstein-Affäre: Trump will das Thema abhaken / Foto: SAUL LOEB - AFP

Nach der Veröffentlichung neuer Dokumente in der Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat US-Präsident Donald Trump gefordert, das Thema abzuhaken. "Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, dass sich das Land vielleicht anderen Themen zuwendet, wie zum Beispiel dem Gesundheitswesen oder anderen Themen, die den Menschen am Herzen liegen", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) vor Journalisten im Oval Office.

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Über ihn sei bei der Veröffentlichung nichts herausgekommen, erklärte Trump. "Außer, dass es sich buchstäblich um eine Verschwörung gegen mich durch Epstein und andere Personen handelte", fügte er hinzu. Der Fall sei kein Problem der Republikaner, sondern der Demokraten, betonte Trump in einem Versuch, das Augenmerk auf den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und dessen Ehefrau und frühere US-Außenministerin Hillary Clinton zu lenken. "Es ist eine Schande", sagte Trump über das Ehepaar.

Clintons Name taucht wie der Trumps und zahlreicher weiterer Politiker und Prominenter in den bisher veröffentlichten Epstein-Akten auf. Ein Fehlverhalten konnte weder Clinton noch Trump nachgewiesen werden.

Trump, den der Fall Epstein seit Monaten belastet, versucht, die Aufmerksamkeit in der Affäre auf Bill Clinton zu lenken. Der Republikaner hatte Bill Clinton unterstellt, dieser habe deutlich mehr mit Epstein zu tun gehabt als er selbst. Trump veranlasste deshalb Ermittlungen gegen den früheren Präsidenten und weitere Politiker der oppositionellen Demokratischen Partei.

Dem bis in höchste Kreise international vernetzten Finanzberater und Millionär Epstein wurde vorgeworfen, in der Vergangenheit mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teils Prominenten zugeführt zu haben. Der über Jahre mit Trump befreundete Epstein war bereits 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft lautete die Strafe damals aber nur 18 Monate Gefängnis.

2019 wurde Epstein unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat nach seiner Festnahme wurde der 66-Jährige erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

Am Freitag waren zahlreiche weitere Dokumente aus den Epstein-Akten freigegeben worden, wodurch immer neue Kontakte des Sexualstraftäters publik wurden. So taucht laut norwegischen Medien hunderte Male der Name von Kronprinzessin Mette-Marit in den neuen Akten auf. Auch der Name des früheren französischen Kultur- und Bildungsministers Jack Lang kommt in den neuen Epstein-Akten vor. Der britische Premierminister Keir Starmer ordnete eine Untersuchung zu den Kontakten des früheren britischen Botschafters in den USA, Peter Mandelson, zu Epstein an.

T.Galgano--PV

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